10 Zeichen, dass deine Social Media Strategie für deinen Blog nicht funktioniert

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Social Media Kanäle sind wichtige Instrumente für uns Blogger. Wir  bauen damit einen persönlicheren Kontakt zu unseren Lesern auf. Sie helfen uns Reichweite auszubauen, Posts zu broadcasten, Beziehungen zu anderen Bloggern zu pflegen und mit ihrer Hilfe bleiben wir selbst stehts aktuell (und dies sind nur ein paar der Vorteile). Eine gewisse Social Media Strategie hilft uns dabei den Überblick zu behalten, und unsere Ziele zu erreichen.

Woher weisst du jedoch, dass deine Social Blogging Strategie (ich nenne das nun einfach mal so), auch wirklich die gewünschten Ziele erreicht?
Hier sind 10 Zeichen, dass deine Social Blogging Strategie, nicht wirklich den gewünschten Effekt mit sich bringt.
Wenn mehr als einer dieser Punkte auf dich zutrifft, solltest du vielleicht deine Strategie überdenken, denn die Chancen sind groß, dass dir zahlreiche Möglichkeiten zur Optimierung des Engagements, der Promotion und des Relationship Buildings verloren gehen.

  • Du hast den Autopiloten eingeschaltet

Automatisches Sharing deiner Posts ist heutzutage ein Kinderspiel und nimmt dir eine Menge Zeit ab. Von Twitter kann man automatisch auf Facebook posten, von WordPress direkt auf Twitter, Google+ und Facebook. Von Instagram auf deinen Blog sowie Twitter und, und, und
Praktisch: ja! Das heißt aber nicht, dass du sie auch nutzen solltest.

Ausschließlich automatisierte Nachrichten zu posten, wird jedoch unter vielen Usern gleichgesetzt mit Spam.
Es ist unpersönlich, oftmals sind die Nachrichten zu lang und dadurch mitten im Satz abgeschnitten und die Engagement Rate hierzu ist verschwindend gering (im Vergleich zu persönlicheren Postings). Zudem ist es unglaublich langweilig für deine Leser, wenn du den gleichen Content auf allen Kanälen lediglich spiegelst. Weswegen sollten sie dir dann überall folgen?

Was mich persönlich zudem direkt zu einem Unfollow bewegt, sind automatisierte „Danke dass du mir folgst“ DMs auf Twitter.

Du musst deinen neuen Followern keine Dankesreden schreiben. Ein kleines „Hallo an alle neuen Fans / Follower“ und diese (zumindest auf Twitter) direkt zu adressieren, ist viel persönlicher und kommt auch besser an.
Siehst du dass dir jemand folgt, der für deinen Blog von besonderem Interesse sein könnte, dann ist es zudem viel effektiver, diese Person direkt anzuschreiben statt eine automatisierte Antwort für dich sprechen zu lassen.

Versuche einen gesunden Mix aus automatisierten nachrichten und persönlichen und du wirst sehen, du wirst wesentlich mehr Feedback bekommen.

  • Mal hier, mal da, mal überhaupt nicht

Wenn du deine Social Media Kanäle nicht regelmäßig pflegst, wird es dir nicht nur schwerer fallen, Fans und Follower aufzubauen, sondern diese auch zu behalten und mit ihnen einen persönlichen Kontakt aufzubauen.

Dies soll nun nicht bedeutet, dass du stündlich ein Update posten musst, aber zumindest solltest du ein paar Mal in der Woche von dir hören lassen, um deine Fans und Follower auf dem Laufenden zu halten. Glaube mir, sie würden dir nicht folgen, wenn sie nicht an dir und dem was du zu sagen hast, interessiert wären.

  • Du kennst nicht den Unterschied auf Twitter, zwischen Reply und Mention

Wusstest du, dass du deine Antwort auf einen Tweet, der an dich gerichtet war, lediglich auf eine Person limitierst, wenn du die Antwort mit @beliebigesTwitterHandle  startest?
Beispiel: Ich poste über meinen Twitterhandle @shoppingverse etwas über @GGtoBlogging und @GGtoBlogging beginnt seine Antwort mit @shoppingverse, dann wird die Antwort lediglich im Nachrichtenstream von @shoppingverse auftauchen. Das ist ein Reply.

Wenn ich jedoch sicherstellen will, dass @shoppingverse meine Antwort sieht, aber auch will, dass es bei meinen anderen Followern im Stream sichtbar wird, dann setze ich einen Punkt vor das @ – .@shoppingverse. Das ist ein Mention.

  • Hashtags wohin das Auge sieht

Hashtags können hilfreich sein, aber eine übermäßige Nutzung an Hashtags, kann nicht nur für deine Follower nervig sein, #sondern #macht #deine #Nachricht #auch #weniger  #lesbar.

  • Dich zu retweeten ist fast unmöglich

Twitter gibt dir 140 Zeichen, aber das bedeutet nicht, dass du all diese Zeichen auch immer nutzen solltest.
Um es deinen Followern einfacher zu machen, dich zu retweeten (was bei z.B. einem Aufruf, einer Promotion, etc für dich ja durchaus von Vorteil ist), gilt die Faustregel, Tweets auf etwa 120 Zeichen zu begrenzen. So wird es für deine Follower einfacher dich zu retweeten.

Lies hierzu auch: So pimpst du dein Twitter Profil

  • Deine Instagram Bilder sind unsichtbar

Du postet täglich Bilder, doch ausser deiner Familie und deiner besten Freundin liked dich niemand.
Was auf Twitter manchmal extrem nervig werden kann, nämlich der übermäßige Gebrauch von Hashtags, ist auf Instagram teilweise notwendig, um dich auffindbar zu machen.

Neben interessanten Texten, helfen dir die passende Hashtags deine Bilder in der Suche durch „Suchbegriffe“ zu finden und können dir zudem neue und am Thema interessierte Follower bringen.

Achte jedoch darauf, die Bilder in einen extra Kommentar zu setzen und nicht direkt in den beschreibenden Text. Sonst wirkt es für die meisten User auch auf Instagram schnell zu sehr spammy.

Lies hierzu auch: Instagram Marketing Tipps für deinen Blog

  • Du bist zu still

Du freust dich zwar retweeted, geshared und kommentiert zu werden, doch dein eigenes Feedback beschränkt sich auf ein Like oder ein Fav.
Auch wenn es Zeit kostet, nimm dir diese und interagiere mit deinen Fans und Followern. Retweete deren Informationen, die auch du interessant findest. Damit zeigst du, dass du nicht nur passiv, sondern auch aktiv am Geschehen teilnimmst und an deinen Lesern interessiert bist.

  • Du löschst negative Kommentare und Feedback

Ich erinnere mich noch daran, als zum ersten Mal ein negativer Kommentar auf einem meiner Blogs auftauchte.

Ich war geschockt, verärgert, verletzt und… ja ich nahm es auch sehr persönlich. Man steckt man einiges an Herzblut in das was man tut und will dann natürlich nicht mit negativen Kommentaren konfrontiert werden.

Der Gedanke, einen solchen Kommentar zu löschen ist gar zu verführerisch. Aber, Finger weg!

Statt zu löschen, versuche lieber reflektiert auf negatives Feedback zu reagieren.
Ich weiss, das fällt oft nicht leicht. Doch dies ist deine Chance negatives in positives zu wandeln und dies für dich zu nutzen.

Deine Leser werden es zu schätzen wissen, dass du Kritik durchaus ernst nimmst.

Es gibt natürlich auch Fälle, da sprechen wir schon nicht mehr von Kritik, sondern von purer Beleidigung der Person.

Dieser Art an Kommentaren bin ich zum Glück selbst noch nicht häufig begegnet, sondern habe sie eher auf Kunden/Brandseite gesehen. Doch selbst hier versuchte ich stehts einen direkten Weg der Kommunikation (z.B. durch PM) zu finden, um mit dieser Person in Kontakt zu treten und das Problem 1:1 zu lösen.
Wichtig ist in diesem Falle, dass du nach der Lösung des Problems, in den Kommentaren nochmals Bezug darauf nimmst und dies auch kurz in den Kommentaren wiedergibst. So sehen auch andere Leser dein Bemühen.

Doch seien wir einmal ehrlich… je größer ein Blog wird und je je mehr Reichweite er hat, um so mehr nimmt auch das negative Feedback zu (leider). Ich danke euch, dass dies auf GGtB noch nicht der Fall ist!

  • Du zeigst uns keine Frühstücksbilder

Du postest auf deinen Social Channels ausschließlich Informationen, Promotions und Inhalte, die im direkten Zusammenhang mit deinem Blog und dessen Thema stehen.
Das ist dann gut, wenn du ein Newsblog bist, vielleicht auch bei manchen Corporate Blogs, aber reicht das bei dir?

Bist du dir sicher, dass deine Leser nicht auch gerne etwas mehr von dir erfahren möchten?

Wer steht hinter dem Blog? Was ist das für eine Person, die uns immer diese leckeren Rezepte postet? Woher kommt das Mädchen, das mich täglich mit ihren Outfits begeistert? Was interessiert sie und haben wir vielleicht Gemeinsamkeiten?

Bloggen ist teilweise wie Freundschaften schließen.
Man liest die Blogs, die man interessant findet, die charmant geschrieben sind, von Personen, von denen wir gerne mehr erfahren möchten. Wozu folgen wir diesen Bloggern schließlich auf Instagram, Pinterest, Twitter, Facebook und Co!? Wir möchten Freunde werden.

Zeige etwas mehr von dir und deinem Leben und du wirst sehen, es wird auch wesentlich einfacher mit deinen Lesern zu interagieren, da ihr gleich viel mehr Gesprächsthemen findet.

  • Du verlierst den Überblick und auch die Lust

Viele Blogger wollen gleich von Anfang an auf allen Social Networks vertreten sein.

Dass dies ein ambitioniertes Unterfangen ist, zeigt sich allein daran, dass Social Media, wenn richtig betrieben, enorm zeitaufwendig sein kann. So manch ein Blogger wird dann schnell überdrüssig und begeht den Fehler, dass die Fanpage und das Blog völlig vernachlässigen oder auf Autopilot geschaltet werden.

Es ist sicherlich sinnvoll deinen Blognamen, in allen für dich relevanten Social Networks, zu sichern, aber es ist ebenso sinnvoll, erst einmal in den Kanälen zu starten, in denen du dich a) bereits heimisch fühlst und weisst, wie sie funktionieren und b) dir auch Spaß machen.

Überlege genau, wo sich deine Zielgruppe aufhält.
Ist diese wirklich auf Twitter zu finden, oder ist diese vielleicht doch eher auf Instagram. Setze Prioritäten und bediene nur die wichtigsten Kanäle, wenn deine Zeit knapp bemessen ist.

Lieber machst du weniger, aber dafür richtig, als alles aber nur sporadisch.

Es gibt noch so viel mehr

Diese Liste könnte man noch unendlich weiterführen.
Doch im Grunde kommt es nur auf einen Punkt an: Höre auf dein Bauchgefühl und stelle dir immer vor, du sprichst nicht zu Fans und Followern, sondern zu Freunden.
Somit wirst du automatisch den richtigen Ton finden und Freunde möchte man ja auch nicht enttäuschen, sondern immer für sie da sein.

Diese „Regel“ half mir bislang immer sehr gut, doch ich bin mir sicher auch du hast noch Tipps und „goldene Regeln“ zum Thema Social Media. Schreibe sie gerne direkt in die Kommentare, ich bin schon gespannt.

 

14 Comments

  • shelynx sagt:

    Danke für die freundlichen, persönlichen und angemessenen Gedanken und Erfahrungen! Kann ich genau so unterschreiben!

  • Herzmutter sagt:

    Das mit den Kommentaren finde ich auch super wichtig! Ich habe die Erfahrung gemacht, daß es sehr gut ankommt, wenn man wirklich auf jeden Kommentar antwortet :) Dann kommt man auch viel greifbarer daher als wenn man wie die meisten „Großen“ garnichts oder nur selten antwortet. Was die Social Media angeht kann ich nur zustimmen, allerdings denke ich mir, daß es auch nervt wenn man ständig postet. Ich entlike dann auch wenn nurnoch Fotos von Käsequanten vor der Glotze oder die 50.000 Meldung was der Nachwuchs gerade gespielt hat kommt… dann lieber weniger und persönlicher! Liebe Grüße, Janina

    • sandra sagt:

      Du liebe Güte ja! Ich like und followe auch nur dauerhaft denjenigen, deren Bilder mich ansprechen. Ich poste etwa 1x Mal am Tag, aber weil es mir Spaß macht. An tagen, an denen ich nur am Schreibtisch hocke und nichts zu zeigen habe, da kann ich auch nichts posten. Meine Füße will ja, wie du so schön sagst, auch nicht immer jeder sehen. :)

  • Wenn man weniger Zeit hat, weil da noch ein Hauptjob wartet, ist es ganz schön schwierig, alle Bälle zu spielen… ich habe mich deshalb von Pinterest, Instagram und Google+ verabschiedet. Klar, der Account bleibt offen, aber ich pflege nur noch FB und Twitter. Hoffe, das verstehen meine Follower…. ist echt schwierig, da Prioritäten zu setzen

    • sandra sagt:

      Das werden sie sicher verstehen. Lieber weniger und dafür umso besser ist denke ich der richtige Weg. Mach dir keinen Kopf.

  • Danke mal wieder für diesen tollen Post. Ich finde es auch schwierig neben dem Job noch viele Kanäle für den Blog zu aktivieren. Ich nutze derzeit nur insta und pinterest, weil es Seiten sind die ich privat auch sehr mag und selbst bei denen komm ich nicht immer hinterher.

  • Kath sagt:

    Kleine Anmerkung zu den Twitter Replies / Mentions. Der Unterschied liegt nicht direkt am Punkt. Bei Replies steht die Erwähnung mit @ am Anfang des Tweets. Steht die Erwähnung woanders, wird sie als Mention gewertet und ist damit für alle sichtbar. Daher bewirkt, dass ein . oder ein anderes Zeichen davor, dass es eben kein Reply ist, sondern eine Mention und so für alle sichtbar ist.

    • Romy Mlinzk sagt:

      Auch noch eine Anmerkung von mir. Mit @xyz am Anfang (@-Reply) landet es nicht nur in Deinem Nachrichtenstream. Diesen Tweet mit dem @ am Anfang können nur Follower sehen, die beiden Accounts (dem Angeschriebenen und dem Absender) folgen. Mit jedem beliebigen Zeichen am Anfang kann man diesen Mechanismus aushebeln, so dass alle Follower des Absenders den Tweet sehen können. Seit Jahren aber etabliert: der Punkt.

  • Sumi sagt:

    Statt des Punktes vor dem @ stelle ich gerne meinen Satz um, damit das @ nicht an erster stelle steht. Oder ich schreiben „Hey @Nutzer“. Das finde ich persönlich schöner als die Lösung mit dem Punkt, die ich inzwischen wirklich sehr oft zu sehen bekomme.

  • Kathi sagt:

    Danke für die Ideen! Das mit dem Punkt vor dem @ wusste ich gar nicht, das muss ich mir unbedingt merken. Im Moment habe ich kaum Zeit für meinen Blog, aber sobald der Unistress rum ist, werde ich deine Tipps beherzigen!
    LG
    Kathi

  • Romy Mlinzk sagt:

    Generell: ein Update wäre bei dem Artikel nötig, da mittlerweile die RTs besser geworden sind. 😉 Man kann den alten Tweet als Zitat integrieren und somit 116 Zeichen (23 Zeichen für Link plus 1 Leerzeichen werden schon automatisch abgezogen) zur Verfügung hat.

  • Lisa sagt:

    Toller Beitrag. Das mit den Frühstücksfotos kenne ich. Am meisten Likes bekomme ich für Essensfotos, obwohl es bei mir auf dem Blog eher um Mode, Nähen und Reisen geht :-)

    Alles Liebe,
    Lisa von http://www.fashiontamtam.com

  • Sunita Datta sagt:

    Bin ganz neu auf dem Gebiet, und immer super dankbar und froh wenn ich Hilfe, Tipps und Tricks zum Thema bloggen finde. In meinem Bekanntenkreis bin ich ein UNIKAT und werde immer mit fragen gelöchert! Was du modelst jetzt noch in deinem Alter? NEINNNNNNN natürlich nicht, ich blogger nur! und NUR ist es ja wirklich nicht. Naja egal, aber danke für den Beitrag, ich werde dich gleich mal auf Bloglovin suchen, das kein Post an mir vorbei zischt.

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