4 Tipps zur Wahl der Blog Domain

4 Tipps zur Wahl der passenden Blog URL

Es ist einfach eine Domain zu kaufen, aber der Weg eine passende (verfügbare) Domain zu finden ist oftmals recht holprig.

Sie soll zu dir passen, das Blog beschreiben, leicht zu merken, kurz und knackig sein und am besten auch noch gut in Google ranken…

Du hast vielleicht auch schon einen Namen im Kopf, der dir gut gefällt, aber es kann nicht schaden, noch etwas darüber nachzudenken und einige Recherchen dazu anzustellen.

Diese 4 Tipps solltest du im Hinterkopf haben, bei der Wahl deiner Blog Domain:

Starte bei den Basics

Einfach ist der beste Weg

Dein Ziel sollte es sein eine Domain zu wählen, die leicht über die Lippen geht, einfach zu lesen ist und in Erinnerung bleibt. Es hilft dabei, wenn die Domain leicht zu schreiben ist, also ohne viele Bindestriche und sonstigen Pipapo.

Eine der Grundregeln des Marketings ist es, Produkte zu entwerfen, die so einprägsam sind, dass sie in den Köpfen der Menschen hängen bleiben.
Es mag zu simple klingen, doch Einfach, ist dabei oftmals der beste Weg.

Wenn du bei deiner Domainauswahl darauf achtest, dass deine künftige URL nicht länger als zwei bis drei Worte lang ist und keine wilden sprachlichen Verrenkungen hat, die Menschen nur verwirren und irgendwann sowieso out sind (z.b. LTR statt Later oder 8ung statt Achtung) dann bist du schon auf dem richtigen Weg dahin.

Lesbarkeit

Schau dir genau an, wie sich die Wörter die du wählst, zusammen lesen lassen.
Du willst nicht, dass jemand „Jennys Urin stinkt“ aus einer URL liest, die eigentlich „Jennys Urinstinkt“ heißt. (Sorry, mir fiel gerade kein anderes Beispiel ein *g*)

Schau dir genau an, wie die Worte zusammenpassen und vermeide so, dass eine ungewollte Überraschung entsteht.

Zur Sicherheit solltest du die mögliche URL an Freunde schicken, ohne weitere Erklärung und ihre Reaktion dazu einholen.
Lies dir die URL laut vor und hör dir dabei an, wie sie über die Zunge rollt.

Die SEO Perspektive

Relevanz

Ich muss gut in Google ranken. Ich muss gut in Google ranken… Das höre ich immer wieder! Was die URL damit zu tun hat:

Wenn du einen lustigen und verrückten Namen für deinen Blog hast, aber dieser keinen Rückschluss auf die Art deines Contents schließen lässt, wird deine URL sehr wahrscheinlich nicht an erster Stelle der Sucherbenisse stehen, die Google denjenigen anzeigt, die nach dem suchen, worüber du auch schreibst.

Das bedeutet nicht, dass du nun einen langweiligen Namen auswählen musst, der nur aus relevanten Keywörtern besteht! Bloß nicht!

Aber es ist wichtig, genau die richtige Balance aus Relevanz und interessant zu wählen (und ja ich weiß, dass ist nicht immer einfach!).

In den meisten Fällen ist die URL gleich dem Blognamen (oder auch dem Businessnamen) und wenn dein Content nicht leicht einer Richtung, Thematik oder Nische zuzuordnen ist, wird es auch schwieriger sein, damit an guter Stelle, in einzelnen Suchergebnissen, aufzutauchen.

Das heißt nicht, dass es nicht möglich ist natürlichen Suchmaschinentraffic zu bekommen! Aber es wird ein ganzes Stückchen schwieriger, als bei deinen Bloggerfreunden, bei denen das nicht der Fall ist.

Mit regelmäßigem und relevantem Content, kommst du auf Dauer aber auch dahin.

Keywords

Hierüber könnte man sicher ein ganzes Buch schreiben, doch in Kürze erklärt:

Wenn deine URL Keywords enthält, die auch deinen Content betreffen und beschreiben, dann ist das insgesamt besser für deine SEO Ergebnisse.

Dabei solltest du nicht vergessen, dass dies durch die Keywörter in deiner Permalinkstruktur unterstützt werden kann. Dies wird deiner URL weitere, natürliche Unterstützung bei Suchmaschinenrankings geben.

Viel besser und in viel mehr Detail, wird das jedoch im Artikel Moz’s SEO Best Practices for URL erklärt. (Wenn du einen ähnlich guten Text zum Thema kennst, der in deutscher Sprache ist, verlinke ihn mir gerne in den Kommentaren und ich nehme ihn hier auf).

Wie findest du passende Keywords?

Brainstorming ist dabei ein guter Ansatz. Erstelle dir eine Liste der Worte, die beschreiben worum es auf deinem Blog geht.
Tools wie Google Keyword Tool, Buzzsumo, Keyword Tool helfen dir herauszufinden, welche beliebte Keywords sind für deine Nische.

Aus rechtlicher Sicht

Urheber- und Markenrecht

Ich kann es nicht stark genug betonen, aber bevor du eine Domain registrierst, überprüfe vorher ob nicht bereits Blogs, Webseiten oder Unternehmen mit diesem Namen existieren.

Es kann durchaus sein, dass es Blogs gibt, die den gleichen Namen haben, wie du ihn registrieren willst, jedoch ihren Blog z.b. noch auf einer Blogspot Domain haben.

Ich persönlich habe GGtB 2010 auf Blogspot aufgebaut, …dummerweise ohne damals zu überprüfen, ob es noch weitere Blogs mit diesem Namen gibt.
Als ich mir nach einigen Monaten meine URL sichern wollte (so ungefähr zur selben Zeit, als ich merkte, dass Menschen durchaus Interesse an dem haben, was ich hier schreibe) stellte ich fest, dass es einen US Blog gab, mit genau meinen Topics, auf „meiner“ .com Domain.

Ich war insofern kein Konkurrent, da ich ja auf Deutsch schreibe und habe mir dann letztlich eine .de Domain registrierte, doch ich kam mir schon ziemlich doof dabei vor. Das macht man einfach nicht.

Ich möchte auch nicht wissen, wieviel Traffic ich allein wegen der Domainendung verloren habe, denn oft gehen die Menschen davon aus, wenn man einen englischsprachigen Namen in der Domain hat, ist die Endung automatisch .com.
Zum Glück hatte der andere Blog seine Aktualisierung schon länger eingestellt und auch keine Markenrechte darauf angemeldet, sonst hätte das für mich ganz böse enden können.

Nach Jahren des Beobachtens und Wartens, hatte ich Riesenglück und die .com Domain wurde freigegeben. Ich ließ noch keine Minute vergehen und schlug sofort zu. Doch ein solcher Zufall, dass genau deine Wunschdomain einfach so wieder frei wird, passiert so gut wie nie. Also baue darauf lieber keine Strategie auf.

Es ist ungemein wichtig, dass du deine Hausaufgaben vorher machst, damit dir später eventuell rechtliche Auswirkungen erspart bleiben.

Überprüfe auch immer, ob bereits ein Namens- und/oder Markenrecht auf deinen Wunschnamen existiert. Achte dabei auch darauf, dass du über die Grenzen hinausschaust und nicht nur für DACH überprüfst, sondern auch international. Sicher, ist sicher.

In Deutschland kannst du Markenrecherche nach eingetragenen Marken im deutschen (DPMA), europäischen (HABM) und internationalen (WIPO) Markenregister mit Schutz in Deutschland zum Beispiel bei markenchk.de überprüfen oder ganz offiziell beim dpma.de.

In den USA kannst du bei Copyright.gov und uspto.gov überprüfen, wer welche Rechte worauf hat. In Australien kann man bei asic.gov.au registrierte Unternehmensnamen nachsehen und für Markenrechte bei ipaustralia.gov.au.
Und vergiss auch nicht die üblichen Quellen wie Google, Bloglovin’, Facebook, Twitter, Instagram,… zu checken. Just to be sure!

Welche Erfahrunegn hast du gemacht bei der Wahl deiner Domain und bist du heute noch happy mit dem Namen?
Ich bin gespannt auf dein Feedback.

3 Comments

  • Mira sagt:

    Hallo Sandra,
    ich habe deinen Newsletter schon seit einiger Zeit abonniert und spreche dir heute gerne ein großes Lob aus, für deine Tipps und dein know how. Danke, dass du dir so viel Mühe machst.
    Liebe Grüße
    Mira

    PS: das „Einfach“ manchmal viel mehr ist – damit rennst du offene Türen bei mir ein 😉

  • Sue sagt:

    Na toll, dank Dir weiß ich nun, dass mein Name eine Marke ist bzw. wird. Nun muss ich hoffen, dass die Chinesen nett sind … voll doof :o(
    Danke für die Links!

  • Ich habe es gut, ich schreibe meinen privaten Blog „Ich tu, was ich kann“ wirklich aus reinem Privatvergnügen, kann auf Google und SEO pfeifen und es mir gemütlich machen. Und deshalb bin ich mit meiner URL, die einfach die 5 Worte aneinanderreiht, immer noch sehr glücklich: sie sagt zwar nichts über den Inhalt, ist dafür aber – einmal verstanden – wenigstens ziemlich einprägsam und gut merkbar.

    Bei beruflichem Online-Management achte ich natürlich darauf, Deine obigen und noch ein paar weitere Aspekte zu beachten und zu realisieren. Denn nicht nur privat gilt: Ich tu, was ich kann. :-)

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