Dein Blog = Ein Business – Wann ist es Zeit professionell zu handeln und woran musst du dabei denken

kennzeichnungspflicht sponsored posts

Jede(r) von uns startete einmal als Hobbyblogger.
So manch einer hatte vielleicht bereits zu Beginn im Hinterkopf, einmal damit Geld zu verdienen und manche hatten niemals die Intention dazu. Sobald dein Blog jedoch einigermaßen bekannt wird, bleibt es heutzutage aber kaum noch aus, dass dich nicht doch irgendwann einmal dein erstes Kooperationsangebot im E-Mail Posteingang erwartet.

Ab wann ist aber ein Blog dein Business?

Ein Business …ist diese Formulierung nicht etwas too much?

Lass es mich so formulieren:

  • Ist es etwa kein Business, wenn du Geld bekommst, durch deine Arbeit?
  • Ist es kein Business, wenn du Kooperationsverträge und Inhalte verhandelst?
  • Ist es kein Business, wenn du dich fragst, welchen Preis du wohl aushandeln kannst?
  • Ist es kein Business, wenn du Freebies zum „testen“ erhältst?
  • ist es kein Business, wenn du Werbebanner implementierst?
  • Ist es kein Business, wenn du mit Affiliatepartnern zusammenarbeitest?
  • Ist es kein Business, wenn du Google AdSense einbindest?
  • Ist es kein Business, wenn du über deinen Blog Produkte bewirbst und dafür bezahlt wirst?
  • Ist es kein Business, wenn du zu einem Event eingeladen wirst und dabei erwartet wird, dass du darüber berichtest oder instagramst?
  • Ist es kein Business, wenn du damit deine Arbeit oder deine Freelancertätigkeit promotest?
  • Ist es kein Business, wenn du dir von deinen Blogeinnahmen ein Paar Manolos kaufen kannst?
  • ….

Ab wann solltest du deinen Blog als Business ansehen

Meine Meinung hierzu ist ganz einfach: Es steht jedem offen, ob er mit seinem Blog Geld verdienen möchte und seinen Blog für Brands und Unternehmen öffnen möchte, oder nicht. Beide Entschlüsse kann ich sehr gut nachvollziehen.

Wer sich jedoch zu einem „professionelleren“ bloggen entschließt, sollte seinen Blog aber auch als ein Business ansehen.
Denn mit den Goodies und den erhaltenen finanziellen Einnahmen, gehst du auch einige rechtliche Verpflichtungen ein. Verpflichtungen, die Unternehmungen eben so mit sich bringen.

  • Du solltest ein entsprechendes Gewerbe anmelden. Da hier einige Nationen mitlesen, ist es schwierig, hierzu genaue Auskünfte zu geben. Am besten sprichst du mit einem Steuerberater oder einer Steuerberatungsstelle und lässt dich beraten, was für dich und deine Situation am besten geeignet ist. Stichwort Steuern!
  • Denke daran, dass deine Rechnungen eine entsprechende Steuernummer und eine Rechnungs ID haben müssen
  • Bewahre alle Rechnungen auf und auch alle Rechnungen für Aufwände die du hattest, die direkt deinen Blog betreffen (z.b. für Newsletter Tools, Software, Hostingkosten, Themes…)
  • Denk an die Kennzeichnung von Affiliatepostings und Sponsored Posts.
  • Vergiss nicht zu kennzeichnen, wenn du Produkte und Waren verwendest oder trägst, die dir kostenlos zur Verfügung gestellt wurden.
  • Erstelle dir ein Media Kit, um deine Daten für künftige Kooperations- und Werbepartner immer zur Hand zu haben.
  • Achte darauf, dass dein Impressum a) vorhanden ist und b) auch entsprechend den Bestimmungen deines Landes erstellt wurde
  • Denke darüber nach deinen Blog als Marke registrieren zu lassen

Welche Punkte fallen dir noch ein, an die es zu denken gilt? Komplettiere meine Liste und schreibe deine Gedanken gerne in die Kommentare.

 

7 Comments

  • Hannah sagt:

    Hallo Sandra,

    gerade den letzten Punkt finde ich interessant: den Blog als Marke registrieren lassen. In letzter Zeit habe ich leider immer häufiger gelesen, dass Firmen Bloggern mit Klagen gedroht haben, weil die Blognamen Namen von Produkten etc. geähnelt haben. Wahrscheinlich wird das Thema immer wichtiger, ich werde mich damit mal auseinander setzen…

    Liebe Grüße aus Hamburg,
    Hannah

  • Das sind wirklich super Tipps, vor allem jetzt, wo ich trotz meines kleinen Blogs schon einige Kooperationsanfragen erhalten habe!
    Danke!!!

  • Katharina sagt:

    Tolle Tipps, wie immer hier bei GGtB :)
    Ich glaube viele Bloggerinnen und Blogger wissen gar nicht, was sie für wertvolle und hochwertige Informationen liefern. Oft gibt es für bestimmte Zielgruppen nur ganz wenige Blogs, die sich an genau diese spezifische Zielgruppe richten.

    Mein Tipp, wenn der Blog ein Business werden soll und man „mehr rausholen“ möchte: ein richtiges Blog-Konzept! Und zwar aufgeschrieben, nicht nur „im Kopf“ 😉

    Viele Grüße, Katharina

  • Stefanie sagt:

    Stimme Katharina zu, ein Konzept muss her. Warum? Einmal alles im Zusammenhang zu sehen und zu durchdenken, hilft bei der Entscheidung, wie welche Kooperationen eingegangen werden sollten. Sonst stolpert man immer wieder über die gleichen Fragen. Und es fühlt sich gut an! :)

    • sandra sagt:

      Ich denke, die meisten von uns beginnen mit einem Blog, weil es ihnen Spaß macht, ihre Erfahrungen und ihr Wissen zu einem bestimmten Thema mitzuteilen. Aus diesem hintergrund heraus verstehe ich durchaus, dass viele erst einmal „überfordert“ sind, wenn eine erste Kooperationsanfrage eintrudelt. Nicht ohne Grund füllt dieses Thema ganze threads in diversen Facebook und Google+ Gruppen.
      gerade wenn man nicht aus dem Marketing kommt oder beruflich auch etwas ganz anderes macht, ist das alles absolutes Neuland.
      Doch spätestens ab dem Zeitpunkt, wo sich Blogger ernsthaft Gedanken darüber machen, ob sie diese Kooperation eingehen wollen, ist es angebracht sich mit dem Thema Blogstrategie, Blogethik, Community, etc Gedanken zu machen.

  • Lisa sagt:

    das sind tolle tipps aber vielleicth könntest du den beitrag noch ergänzen durch:
    ab welcher leserzahl/seitenaufrufe/monatl. leser lohnt es sich, kooperationen zu machen?
    wie viel kann man für einen post verlangen (wieder je nach leserzahl etc.)?
    würde mich sehr interessieren!

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