If I could start my blog over again…

Die Tage stolperte ich über einen älteren Artikel von Jonathan Balley – If I could start my blog over again.

In August of 2005 I sat down to write my first few posts for a new blog, Plagiarism Today. It was my first attempt at a blog and at the time, it was viewed more as a side project than anything big.

Yet, with time it grew, not just in terms of readership, but also in terms of the amount of time I spent on it. First becoming my primary site and then a full-time business….

….However, with this experience came a lot of lessons, many of them hard. Some things I did well from day one, many things I did not…
….Still, if I could do it all over again, there are many things I would change…

Ich habe schon einige Blogs betreut, an ihrem Erfolg mitgearbeitet und zahlreiche Blogs selbst aufgebaut. Manchmal erfolgreicher, manchmal weniger erfolgreich.
Meine größte Seite, ist Shoppingverse.de. Zu Beginn 2007 gelauncht, mit dem Ziel damit auch Geld zu verdienen. Es war mein erster Blog, mit dem ich aktiv versuchte einen Einkommensstream aufzubauen. Ich gebe zu, es war viel Arbeit, doch nach einiger Zeit konnte ich von Shoppingverse.de und den Freelance-Jobs welche die Seite mir einbrachte leben.

Jonathan Balleys Post jedoch, brachte mich zum Nachdenken. Denn wenn ich ehrlich bin, es gibt einiges was ich ganz gut gemacht habe mit der Seite, es gibt jedoch auch einige Punkte, die ich definitiv anders angehen würde. Diese Punkte habe heute einmal in einer kleinen Liste zusammengefasst.

Was würde ich ändern, wenn ich meinen Blog nochmals neu starten würde:

 – Hoster

Ich weiß nicht mehr wieso ich bei meinem damaligen Hoster gelandet bin, doch ich hatte dort eine Menge technischer Probleme. Das fing bei der Installation an, zu der man einige php-Dateien von Beginn an tweaken musste und setzte sich über die Konfiguartion und Leistungen meiner gebuchten Pakete fort. Ich gestehe, ich bin noch immer mit Shoppingverse bei diesem Host. Es ist reine Faulheit, das ich noch nicht zu einem neuen Provider umgezogen bin. Und immer wenn ich daran denke und es in Angriff nehmen will, stelle ich fest, dass sich mein Laufzeitvertrag gerade wieder verlängert hat.

Ich empfehle seither jedem der einen selbstgehosteten Blog startet, dies bei einem Provider zu tun, mit dem er selbst gute Erfahrungen hat oder soviele Meinungen und Erfahrungen einzuholen von anderen Bloggern und Freunden, wie nur möglich. Denn so ein Blogumzug ist schon mit etwas Arbeit und manchmal auch mit Nervenkitzel verbunden.

– Kategorien und Tags

Klar hatte ich mir zu Beginn Gedanken gemacht, worüber ich bloggen will, was meine Nische ist, etc.. Und folglich auch welche Kategorien ich künftig befüllen möchte. Doch nach etwa einem Jahr stellte ich fest, dass meine Kategorien keinen Sinn machen. Zum damaligen Zeitpunkt hatte ich bereits weit über 1000 Artikel auf Shoppingverse.de gepostet. Du kannst dir sicher vorstellen, welche Arbeit es war, jedes einzelne meiner Postings durchzugehen und neuanzulegen.

Gerade aus SEO Gründen macht es extrem viel Sinn von Beginn an strategisch vorzugehen und zu überlegen, welche Kategorien (besonders die Benennung dieser) sinnvoll sind. Wonach würden deine Leser suchen. Welche klicken sie an und tauchen dadurch tiefer in deinen Blog ein…
Bei privaten Blogs ist dies nicht ganz so wichtig, aber wenn du einen Blog betreibst den du gerne ausbauen möchtest und auch darüber Geld verdienen willst, ist dies ein Punkt den man durchaus berücksichten sollte. Sonst sitzt du später wie ich tagelang daran alles upzudaten.

Miss_Thoughtfull
– Affiliate Links und Partnerprogramme

Wie gesagt, Shoppingverse wurde nicht gelauncht um meiner Shoppingsucht gerecht zu werden. Obwohl die Seite definitiv dazu betrug, dass ich mittlerweile wahrscheinlich besser als Google weiß, wo man welche Produkte am besten herbekommt.
Von Beginn an arbeitete ich unter anderem mit Affilate Programmen auf dem Blog um Geld zu verdienen. Dabei verlinkte ich gelegentlich auf Produkte und Shops und sobald ein User dort etwas kaufte, bekam ich Provision. Das funktionierte soweit auch ganz gut und tut es auch noch immer.

Nach einiger Zeit bemerkte ich jedoch, dass Produkte immer nur immer eine gewisse Zeit im Shop verfügbar sind und ich mit sogenannten toten Links zu kämpfen hatte. Sprich, User klickten auf einen Link und bekamen eine Fehlermeldung. Diese Leser sind schneller weg und kommen auch nicht wieder, als man schauen kann, wenn dies mehr als einmal passiert.
Zudem kam und kommt es vor, dass Programme und Partnerschaften nach einer Weile eingestellt werden. Wo hatte ich diese Links noch alle eingefügt? Genau, keine Ahnung!

Ich hatte damals noch kein Programm, das mir tote Links meldet und selbstverständlich hatte ich auch nicht daran gedacht eine Excel-Liste oder ähnliches zu erstellen, welche mir aufführt, welcher Artikel welche Affiliate Links und welche Programme integriert hat.
Das Ergebnis: Ich kämpfe noch heute damit Artikel durchzugehen und zu überprüfen. Eine Story sage ich dir.
Daher empfehle ich dir UNBEDINGT, sofern du mit deinem Blog über Affiliates geld verdienen willst, ein System anzulegen, in dem du dokumentierst, welche Programme und Links wo integriert wurden. Und vorallem, linke nie direkt auf Produktlinks, sondern immer nur auf den Shop und schreibe Artikelnummer und oder den Namen einfach nur im text dazu. So können deine Leser das Produkt im Shop suchen und selbst nach 1 Jahr funktioniert dein Link noch (sofern es den Shop noch gibt).

– Mein Name

Im frühen Web 2.0 war es noch üblich sich gerne auch Nicknames zu geben und unter diesen zu bloggen. Heute nimmt man doch eher den Klarnamen.
Ich nannte mich nicht nur im Blog Miss Shoppingverse, sondern auch auf fast allen Social Accounts, die nach und nach dazukamen. Im Prinzip eine gute Idee, wenn man nur einen Blog bertreibt und es dabei bleibt.
Doch Miss Shoppingverse, als ich, stand irgendwann vor dem Problem, wie man diese Shopping-Persona nun auch mit anderen Blogprodukten unter einen Hut bekommt (zum Beispiel mit Girls Guide to Blogging). Ein Klarname unter dem alle Produkte und Businesses laufen wäre da wesentlich einfacher. Nun kann man leider in den meisten Fällen nicht einfach die Namen in Social Accounts ändern und so bleibe ich wohl für immer Miss Shoppingverse.

Daher überlege dir, ob du nicht lieber mit deinem Klarnamen deinen Blog aufbauen möchtest. Es macht es bei potentiellen Auftraggebern, Arbeitgebern, Freelancerjobs, etc wesentlich einfacher in der Kommunikation.

Es gibt sicherlich noch mehr Punkte, die mir mit der Zeit einfallen würden, aber dies sind (zumindest für mich) mit die schwierigsten gewesen mit denen ich zu kämpfen hatte.

Wie sieht es denn bei dir aus? Welche Hürden hast du dir selbst in den Weg gelegt, die du heute anders machen würdest. Schreibe mir auch gerne deinen Blognamen mit in die Kommentare, wenn du magst.

6 Comments

  • mahrko sagt:

    Moin!
    Hast du dir schon einmal das Plugin „Broken Link Checker“ angeschaut? Das sucht automatisch all deine Links raus und überprüft diese, ob sie noch funktionieren.

    Bei kaputten Links kannst du dann entscheiden, ob sie aufgehoben, durchgestrichen, geändert oder gelassen werden sollen.

  • Kat sagt:

    Ich hätte von Anfang an als „Mommyblog“ bloggen sollen, nur das ich damals noch keine Kinder hatte und dies daher nicht möglich war. Jetzt dümpeln im Blog noch Artikel rum, die ich heute so nicht mehr schreiben würde.

    • sandra sagt:

      Kommt denn auf diese Artikel noch viel Traffic über die Suchmaschine? Das würde ich mir an deiner Stelle mal in den Statistiken näher ansehen. Wenn da kaum was drüber kommt, dann könnte man ja durchaus überlegen diese auf „Privat oder Entwurf“ zu stellen. Hast du dir das mal überlegt?

  • Elli Weller sagt:

    Ich bin leider viel zu lange auf meinem alten privaten Blogspot-Blog „herumgerutscht“ bis ich den Schritt zu einem reinen Themenblog gewagt habe. Angefangen habe ich mit einem Blog über meine Haustiere, dies war aber schon schnell nicht mehr aktuell, trotzdem habe ich die Seite weitergeführt, anstatt einfach gleich einen neuen, selbstgehosteten Blog in ansprechendem Design zu eröffnen. Denn das Auge isst mit, das gilt für Design und für Fotos, habe ich früher auch oftmals verschwommene Handyaufnahmen gepostet, Spiegel-Outfits und solche Geschichten, das kommt heute nicht mehr in die Tüte. Ich fand diese Entwicklung für mich persönlich aber auch wichtig. Ich bin daran gewachsen und mit meinem Blog gewachsen und bin noch nicht am Ende meiner Entwicklung. Und ich freue mich auch das, was noch kommt.

    liebe Grüße

    Elli

    curvyfashionelli.com

    • Sandra sagt:

      Vielen Dank für deinen Kommentar.
      Ich finde es immer interessant zu sehen, dass viele Blogger im Grunde an den gleichen Stellen ins Holpern geraten. Ging mir auch nicht anders.

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