Über Bloggerehrgeiz, Grundneugierde und Schokolade – Interview mit Heiko Kunkel

Diese Blogs die man immer liest, aber deren Blogger man leider nie persönlich kennenlernte… Doch dann stellt man fest, man ist auf Facebook befreundet und freut sich, auf diesem Wege etwas mehr über diesen Blogger zu erfahren.
Und dann freut man sich noch mehr zu entecken, dass dieser Blogger auch den eigenen Blog liest.

Heiko Kunkel, gehört zu diesen Bloggern und ich war nicht wenig überrascht, als er sich ganz spontan (und als erster Mann!) zu meinem Interviewaufruf meldete. Ich war sehr gespannt auf seine Geschichte, die beschreibt, wie er sein Hobby zum Beruf machte:

Heiko-Kunkel

Bitte erzähle uns ein klein wenig über dich

Mein Name ist Heiko Kunkel, bin 35 und wohne in Schweinfurt im wunderschönen Unterfranken. Beruflich bin ich Blogger und Partner bei kunkel&kohl . Was mag ich gerne? Schokolade und Mode (siehe Blog), reisen und noch viel viel mehr, da ich ein sehr neugieriger Mensch bin.
Im Netz bin ich natürlich über olschis-world zu finden. Noch dazu bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und schließlich bei Pinterest.

Seit wann bloggst du bereits und worum geht es thematisch auf olschis world.

Angefangen zu bloggen habe ich am 22.09.2010, also nun schon über 3 Jahre. Angefangen hat es mit dem Thema Schokolade und schnell kam das Thema „Fashion“ dazu. Mode interessiert mich schon seit ich klein bin, denn durch meine Mutter, die Schneiderin ist, hab ich viel mitbekommen.

Du hast Dein Hobby zum Beruf gemacht und bloggst nicht nur auf olschis world, sondern auch für eure Kunden bei Kunkel&Kohl, die Agentur die du zusammen mit Florian Kohl aufgebaut hast. Magst du uns den Weg hierhin einmal kurz skizzieren?

Kurz? Ohje, ich versuchs.

Angefangen habe ich mit Twitter, dann kam schnell die Idee auf, zu bloggen und mehr als 140 Zeichen zur Verfügung zu haben. Das Blog wuchs recht schnell und so wurde es zu meiner hauptberuflichen Tätigkeit.

Irgendwann wurde ich zum Podcast schweinfurtundso eingeladen. So lernten Floh und ich uns kennen und gründeten im Mai die gemeinsame Agentur. Eigentlich auch aus einer Laune heraus, denn ich arbeitete vorher schon für einige Kunden, wollte aber mein Home-Office gern verlassen.
Da Floh noch einen Verlag hat erkundigte ich mich nach einem freien Büro und dann kam die Idee, ob wir unser Wissen nicht bündeln wollen. Gesagt, getan und kurze Zeit später war kunkel&kohl geboren. Ich blogge weiterhin für verschiedene Kunden und zudem beraten wir Unternehmen im Bereich Social Media.

Alles in allem eine sehr gute Mischung!

Inwiefern hat dein bisheriger Werdegang diesen Weg für dich geebnet?

Ursprünglich habe ich einen handwerklichen Beruf erlernt, so ist mir auch bei meinen Blogthemen Schokolade und Mode der handwerkliche Aspekt immer sehr wichtig.

Erfahrungen aus der IT kamen dann dazu und ohne die neuen Medien wäre es mit Sicherheit nicht dazu gekommen. Ich möchte diese auch nicht mehr missen! Angefangen von der ersten Anmeldung bei Twitter bis zur Agentur, es waren so viele schöne und spannende Momente, ich habe dadurch tolle Leute kennengelernt und selbstverständlich spielte auch etwas Glück eine Rolle.

Welche Aspekte sind deiner Erfahrung nach die wichtigsten für alle, die bloggen nicht nur als ein Hobby betreiben wollen, sondern es auch beruflich nutzen oder gar eine Karriere als Problogger in Betracht zieht möchten?

Disziplin, Ausdauer, Ehrgeiz und auch eine gewisse Neugierde. Disziplin ist in meinen Augen sehr wichtig. Besonders im Home-Office war es manchmal sehr schwierig, aus den Federn zu kommen und sich vor den Rechner zu setzen. Ausdauer versteht sich eigentlich von selbst – gut Ding brauch Weile, so einfach ist das. Man darf nicht erwarten, einen Blog aufzusetzen und sofort überall in die erste Reihe eingeladen zu werden. Ohne Ehrgeiz und natürlich auch eine gewisse Art von Grundneugierde geht natürlich auch nichts.

Meiner Meinung nach sind das alles positive Punkte und nur so klappt es auch mit dem Bloggen.

Gibt es Schwächen, die dir manchmal im Weg stehen und wie gehst du damit um.

Schokolade!
Erstens muss ich mich zügeln, denn ich neige dazu, etwas mehr zu essen, als nötig – merkwürdigerweise. Kleine Hilfe, die ich für mich entdeckt habe: Möglichst weit weg verstauen und so wenig wie möglich im Haus zu haben (hilft manchmal).

olschis world basiert auf WordPress. Warum hast du dich für eine selbstgehostete Option entschieden?

Einfacher Grund: Ich kann machen, was ich will und muss auf keine anderen Dienste zurückgreifen bzw. bin nicht davon abhängig, was mit dem Dienst passiert.

Wie organisierst du deinen Content und den für deine Kunden. Arbeitest du mit einem Redaktionsplan oder entscheidest du spontan, welche Themen auf den Blog kommen?

Für mich selbst habe ich keinen Redaktionsplan. Meistens entscheide ich ganz spontan, was in meinen Blog kommt. Das liegt aber auch daran, weil ich den Blog alleine betreibe. Und es kommt darauf an, wie meine tägliche Verfassung ist – auf was habe ich Lust und was sagt das Bauchgefühl dazu.

Bei den Kunden sieht das natürlich ganz anders aus. Ohne Redaktionsplan geht es nicht. Erstens sind meistens mehrere Personen involviert und zudem ist eine gewisse Planungssicherheit nötig. Spontanität ist hier natürlich auch gefragt, Themen ändern sich manchmal schnell.

Dein ultimatives Tool/Plugin/Gadget/…/ ohne das du nicht mehr bloggen möchtest?

Gibt es eigentlich nicht. Ich brauche meinen Laptop und mein S4. Wichtig ist für mich Outlook, in dem ich mir eine detaillierte Ordnerstruktur angelegt habe. Ohne die 3 Dinge wäre ich aufgeschmissen und würde nur noch Schokolade essen müssen.

Ein schönes Tool, mit dem ich arbeite, ist Tweetdeck für Twitter, da habe ich mir verschiedene „Themenspalten“ angelegt und bin so immer schnell auf dem Laufenden.

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Vielen 1000 Dank, lieber Heiko.

Wenn du Fragen an Heiko hast, poste sie gerne auch hier in die Kommentare. Ich bin schon gespannt auf dein Feedback für Ihn.

 

2 Comments

  • Helmer sagt:

    Lieber Herr Kunkel,

    als ich Ihr Interview gelesen habe dachte ich zwangsläufig: selten so einen oberflächlichen Typ Menschen erwischt. Einfach nur schmierig, aber nur weiter so, Sie haben es drauf, Sie toller Hecht.

    • sandra sagt:

      Ich finde es sehr schade, eine solche Reaktion auf Heiko’s Interview zu lesen. Es erfordert einiges an Mut, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren und ich bin Heiko sehr dankbar für das Interview.
      Wenn es dir nicht gefällt Helmer, kann ich dies leider nicht ändern, jedem gefallen andere Inhalte. Das ist nun einmal so. Ich finde es jedoch sehr schade, dass man eine Person so angreifen muss. Wenn es dir nicht gefällt kann man dies auch anders ausdrücken oder du könntest heiko auch gerne die Fragen in den Kommentaren stellen, die dich brennend interessieren. Ich bin mir sicher, er hätte dir gerne darauf Antwort gegeben.
      Schade, dass du dich hier unter dem Schutzmantel der Anonymität verbirgst. Wenn schon Kritik, dann bitte auch offen.

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