Interview mit Maria Ratzinger von Stylekingdom.com

Maria Ratzinger 13022013Maria du gehörst mit zu den erfolgreichsten Bloggern die ich kenne, die schon lange im Geschäft sind. Verrate uns doch ein wenig, wie du überhaupt zum Bloggen kamst und worum thematisch es auf deinem Blog geht.

In meinem Blog geht es hauptsächlich um Mode, aber auch viele andere Lifestyle-Themen, die mich interessieren werden besprochen. Ich habe hier keine haarscharfe Trennung. Es hat aber stets mit meiner persönlichen Meinung zu tun, die eindeutig die „Stimme“ hinter dem Blog ist und die auch manchmal polarisiert. Und genau aus diesem Grund habe ich 2007 auch mit dem Bloggen begonnen. Bereits vorher habe ich mich mit dem Thema Bloggen beschäftigt und schon Erfahrungen gesammelt. Dann habe ich zusätzlich noch eine MySpace Seite für den Blog aufgebaut (ja, so lange ist das schon her) und damit den Wert von Social Media Plattformen erkannt, die Leser bringen.
Das war alles ein Learning-by-doing. Ich habe dazu keine Tipps übers Bloggen gelesen, sondern einfach gemacht. Heute wäre das natürlich eine andere Geschichte. Da gibt es dann solch tolle Plattformen wie GGtB, die Know How zur Starthilfe geben. Auch die Ansprüche an Layouts sind enorm geworden.

Als du mit Stylekingdom begonnen hast, wusstest du von Beginn an, wo deine Nische liegen wird und in welche Richtung es für dich gehen soll?

Ja, es war definitiv auf Mode ausgelegt. Allerdings gab es vor 7 Jahren einen starken Hang zu Celebrity Blogs, die vor den Modeblogs einen enormen Boom hatten – beispielsweise ist hier Perez Hilton zu nennen. Allerdings bekamen diese bald Abmahnungen wegen den verwendeten Paparazzi Fotos. Dann sind die Modeblogs entstanden und es dauerte bis ca. 2009 bevor es wirklich ein Thema wurde und im Mainstream gelandet ist.

Ich folge dir auf Twitter, über deinen RSS Feed, auf Instagram und auf Facebook und täglich sehe ich neue Posts von dir und eine Vielzahl an Topics. Woher nimmst du deine Inspiration und vor allem auch deine Motivation. Wie organisierst du deine Arbeit an deinem Blog? Hast du feste Zeiten für deinen Blog in deinen Tagesablauf eingebaut, oder wie kann ich mir das vorstellen?

Grundsätzlich gibt es bei mir keine fixen Tagesabläufe. Ich bin als freie Modejournalistin ständig an neuen Themen dran, arbeite mit meiner Blogger Relations Agency Modekabel Media an verschiedenen Projekten. In letzter Zeit wurde es mit Stylekingdom.com ein wenig stressig, das gebe ich zu, der Tag hat schließlich nur 24 Stunden und so wie früher nach einem Event bis 4 Uhr Früh Fotos zu bearbeiten, ist kraftmäßig nicht mehr drin. Deswegen überdenke ich gerade meinen Zugang zum Bloggen – Stylekingdom.com soll noch eklektischer, noch fokussierter und noch persönlicher werden.

Einen Blick in den Spiegel: Du bloggst in einer Nische, die stark „umkämpft“ und von weiblichen Bloggern dominiert wird. Wie entwickelt man eine Strategie um von den anderen Blogs herauszustechen? Oder muss man das am Ende gar nicht?

Ich habe keine Strategie und ich hatte noch nie eine. Nach dem Ende meiner Schullaufbahn war mir klar, dass es neben dem Studium noch was anderes geben muss. Da ich gerne sehr produktiv bin, habe ich einfach losgelegt. Die Situation in der ich gestartet habe, kann man einfach nicht mit der heute vergleichen. Das ist eine völlig andere. Heute ist es wichtig die Eckpunkte seines Blogs, die Charakteristika, zu kennen.

In letzter Zeit stoße ich häufig auf die Frage, ob es sich noch lohnt einen neuen Blog zu starten, obwohl es doch schon Blogs zu allen möglichen Themengebieten gibt. Wie siehst du das Thema und was würdest du einem Neuling raten, der vor der Entscheidung steht: Blog ja oder nein?

Mein Rat ist: 1. Blogge nur darüber was dich wirklich interessiert und berührt. 2. Gib immer dein Bestes! 3. Stelle nur etwas online, wenn du auch vollkommen davon überzeugt bist.

Welchen Tipp magst du als erfahrene Bloggerin den Lesern von GGtB mit auf den Weg geben?

Sei einfach du selbst. Den hunderttausendsten Cupcake-Eiffelturm-Rüschen Blog braucht keiner mehr. Das wirkt alles zu aufgesetzt.

Noch eine letzte Frage: Welche Blogplattform und warum?

Ich verwende WordPress und bin damit sehr zufrieden. Es ist adaptierbar und die vielen Plugins machen Spaß!

Vielen Dank Maria für das Interview

5 Comments

  • mia sagt:

    Stylekingdom mag zwar einer der ersten Blogs gewesen sein, und Maria Ratzinger eine „erfahrene Bloggerin“, wie Ihr schreibt, aber es tut sich mittlerweile einfach nichts mehr dort. Ein Blog muss leben und gefüllt werden – Stylekingdom ist mittlerweile echt uninteressant, weil ständig zu lesen ist, „Oh, es ist gerade stressig, aber es kommt bald wieder etwas…“ Das nervt. „Noch ekletischer“ heißt doch auch nur „keine Zeit / Lust für den Blog“… Mittlerweile gibt es genügend Blogs, die spannender sind!

    • Maria sagt:

      „“Oh, es ist gerade stressig, aber es kommt bald wieder etwas…” “
      Komisch, ich habe soetwas nicht auf meinem Blog geschrieben. Also kann ich mir nicht ganz erklären, woher du es hast. Und „noch eklektischer“ hat eine andere Bedeutung, als du sie hier andichten willst.

      Jeder Blog muss sich von Zeit zu Zeit neuorientieren, um seine Motivation zu finden – und ja – das kann auch Zeit brauchen bis man wieder voll im Geschäft ist, schließlich ist es, wie du angeschnitten hast, nicht gerade einfach „seine“ Themen zu finden in all dem Bloggerwahnsinn.

      Aber schön, dass du oft genug auf Stylekingdom schaust, um zu wissen, was sich dort abspielt.
      Vielen Dank!

  • mia sagt:

    Sorry, dass ich nicht 1:1 deine Wortwahl getroffen habe, ich habe jetzt auch keine Lust deine Lamentier-Posts von wegen Pause und fehlender Motivation, Zeit, etc. rauszusuchen. Offenbar hast Du andere Vorstellungen vom Bloggen und findest es ausreichend, nur unregelmäßig zu bloggen, Unmotivation und fehlende Kreativität zu demonstrieren, wenig Konzepte und Ideen zu haben und sich nur darauf auszuruhen, ein der ersten Bloggerinnen zu sein. Das Interview hier hätte man echt mir engagierteren Bloggern führen sollen.

    • Maria sagt:

      Im Blog-Biz kann man sich auf gar nichts ausruhen. Da geb ich dir absolut recht. Aber vielleicht würdest du es mal selber probieren, um zu sehen, dass es über sieben Jahre hinweg keine Konstante gibt, die nicht den Schwankungen des eigenen Lebens unterworfen ist.

  • mia sagt:

    Ich habe einen Blog, wenn auch keinen Fashion Blog, ich arbeite hart daran und wenn ich keine Lust mehr haben sollte, dann höre ich auf. So einfach ist es.

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