Keine Zeit für Blogging – 7 Tipps um Alltag und Blog zu meistern

Alltag und Blog so gehts

Die vergangenen Tage war ich auf Australiens größter Bloggerkonferenz, dem Problogger Training Event.
Eine Konferenz von Bloggern für Blogger, die dich jede Sekunde daran erinnert, weswegen du bloggst und was du daran so liebst.

Ich weiss nicht, wie es dir geht, doch bei mir lösen solche Bloggerkonferenzen in der Regel einen riesen Motivationsschub aus und sind ein solcher Hub an Inspiration, dass ich danach voller Pläne und Ideen bin.

  • Die Folge: Ich will gleich loslegen und alles umzusetzen.
  • Der Nachteil: „Wann soll ich das alles erledigen?“

Aus Erfahrung weiß ich, mit dieser Problematik stehe ich nicht alleine da.

Ich habe nicht genug Zeit für meinen Blog

Der Job / Studium / Ausbildung / Schule, Verpflichtungen, Kinder, Familie, Sport, ehrenamtliches Engagement nehmen den Großteil deiner Zeit bereits für sich in Anspruch.

Wenn du endlich mal Zeit für dich findest und dich voll und ganz auf deinen Blog zu konzentrieren könntest, steht dir meist Social Media im Weg. Ich weiß nur zu gut, wie schnell man immer tiefer in den Facebook Tunnel rutschen kann. Schnell vergeht damit mal ein Stündchen deiner Zeit.
Instagram sei Dank, brauchte ich von der Überschrift bis zum ersten Satz schließlich nur 1.5 Stunden für diesen Post. (doh)
Keine Zeit für Blogging als Blogger

Wie verbringst du deine Zeit

Diese Berechnung mache ich immer wieder aufs neue, wenn ein neues Kundenprojekt ansteht und ich verschiedene Projekte gleichzeitig steuern muss.

Excel ist zwar nicht mein Freund, doch um aufzuzeigen, wann du am Tag, welche Tasks und Zeiten einplanen musst und willst, eignet es sich prima.
Trage in deinem Sheet einen normalen Wochenverlauf ein, von Montag bis Sonntag. Dann gehst du durch die einzelnen Tage und markierst farbig, welche Zeiten wofür eingeplant werden und wann du tatsächlich You-time  oder Freizeit hast.

Ich arbeite als Freelancer (und habe auch keine Kinder) und ich weiß, ich bin dadurch ein wenig flexibler in meiner Zeiteinteilung, doch in der Regel sieht mein Wochenverlauf folgendermaßen aus:

zeiteinteilung

Wie du siehst, sind die blauen Bereiche die, in denen ich schlafe, Grau stellt dar, zu welchen Zeiten ich in der Regel arbeite, bei Grün gehe ich zum Sport und Rot sind die Zeiten, die ich habe in denen ich mich mit Freunden treffe, meinen Hobbies nachgehen, faulenze, zum Supermarkt gehe… oder aber auch am Blog arbeiten könnte.

Rechnet man nur die roten Stunden zusammen, kommt man auf 47 Stunden.

Zugegebenermaßen bin ich spät am Abend nicht mehr allzu produktiv und auch nicht immer zu Hause, daher subtrahieren wir ungefähr 15 -20 Stunden und kommen noch immer auf 17 – 22 Stunden.

Ganz schön viel Zeit, dafür dass man doch keine Zeit zum Bloggen und für administrative Aufgaben hat. Wenn jede Woche bei mir so aussehen würde, hätte ich nichts worüber ich mich beklagen müsste.

Ich selbst bin nun nicht zwingend der organisierteste Mensch, wenn es um das Thema Zeitmanagement geht, das gebe ich offen zu. Doch ich habe ein paar Tipps, die ich gerne teilen möchte, die mir persönlich helfen, Zeit für meinen Blog zu schaffen.

1. Nichts geht ohne Planung

Der größte Fehler den ich früher stehts beging, ich setzte mich ohne einen Plan in der Tasche zu haben, an den Computer.
Fehlender Fokus, oft in Verbindung mit zu vielen Ideen, ist ein weiterer Grund, der mich davon abhält Bloggingzeit zu finden.

Wenn du kein genaues Ziel vor Augen hast (z.B. Artikel zum Thema xy schreiben und editieren), wird es dir schwer fallen, dich ohne Ablenkungen an den Schreibtisch zu setzen und loszulegen.

Womit möchtest du starten, was willst du heute Abend für den Blog tun? Huch, ein neues Eulenvideo auf Facebook!
Und schon verschwendest du wieder mindestens 15 Minuten

Bevor du dich an deinen Schreibtisch setzt, solltest du dir immer 1 – 2 Ziele setzen, die du an diesem Abend umsetzen willst und von denen du auch weisst, dass sie zeitlich umsetzbar sind innerhalb des Timeframes der dir dazu zur Verfügung steht.

Nach einer Weile wird sich das manifestieren und du gewöhnst dir an, diese Liste bereits im Kopf zu haben, während du noch im Supermarkt an der Kasse stehst.

2. Keine Notifications

MacBooks sind großartig: Ich bin überzeugter Fan. Ich kann darüber iMessages schreiben, Social Media Notifications einblenden lassen und nehme darüber auch meine Calls an… Und da beginnt auch schon das Problem.

Solltest du Notifications eingestellt haben an deinem Rechner, schalte sie ab in der Zeit, die du mit deinem Blog verbringst. Ich habe als Standard bei mir eingerichtet, dass ab einer gewissen Uhrzeit nichts mehr zu mir direkt durchdringt. Das bedeutet für mich, zero Ablenkung.

Gleiches gilt für Twitter, Skype, Facebook…. schalte alles aus, was dich ablenken könnte und dir deinen Fokus rauben will.

3. Die 15 Minuten Regel

Eine Journalistin hat mir einmal von dieser Technik erzählt und sie funktioniert wunderbar (bei allem woran man arbeitet, nicht nur beim Schreiben).

Wenn ich einen neuen Post beginne, oder an eBooks schreibe, flirren meine Gedanken zu Beginn stehts wild umher. Ich weiss oft nicht, wo ich genau starten soll. Das Resultat sieht dann meist so aus, dass ich lange Zeit ein weisses Blatt anstarre, bis ich mich wieder auf Facebook befinde.

Die 15 Minuten Regel ist simple.

Ich setze mich mit meinem Kaffee an den Rechner, öffne lediglich die Tools und Apps, die ich in diesem Moment brauche und schreibe. Ich schreibe 15 Minuten einfach drauf los. Dabei ist es egal, ob der Gedanke schon ausgereift ist oder nicht. Den Feinschliff kann ich am Ende beim Editieren machen.

Nach 15 Minuten bin ich meist im Rythmus drin.

4. Pocket

Benutze die App Pocket als Bookmarking Tool für Artikel und Tipps, die du in deinem RSS Reader oder auf Social Media findest. Damit kannst du sie später lesen, wenn du an der Kasse im Supermarkt stehst oder in der S-Bahn unterwegs bist. Das wird dir helfen, deine Zeit effektiver zu nutzen.

5. Editiere erst, wenn der Artikel fertig geschrieben ist

In diese Falle trete ich selbst noch regelmäßig. Doch glaube mir, dir werden Blogposts viel schneller von der Hand gehen, wenn du nicht gleichzeitig schreibst und editierst.
Erledige Formatierungen, Formulierungen, Bildkreation, etc, für den Schluss auf. Du  wirst du dadurch mit frischen Augen auf den Posts sehen und wesentlich besser editieren können.

6. Bestimme einen Tag für Tech und Admin Tasks

Bestimme jede Woche einen Tag, an dem du dich nur um administrative Tätigkeiten kümmerst, im Backend deines Blog arbeitest, deine Plugins updatest, dich um den Spam kümmerst, deinen Newsletter aufsetzt…
Diese Stunden sollten auch wirklich nur dazu genutzt werden.

Dadurch bleibt dir für den Rest der Woche mehr Zeit, dich auf deinen Content zu fokussieren.

7. Morgenstund hat Gold im Mund

Manche genießen die Zeit in den frühen Morgenstunden, wenn draußen noch alles schläft und es im Hause völlig still ist.
Wenn das für dich besser wirkt, als in den Abendstunden Zeit für den Blog zu haben, nutze diese frühen Stunden. Experimentiere, wann es für dich am besten ist.

Dies sind  einige der Tipps, die für mich am besten wirken.

Wenn du auch welche zu diesem Thema hast, würde ich mich freuen, darüber in den Kommentaren zu lesen. Wenn du Familie hast, schreib mir gerne auch, wie du deinen Blog meisterst, wenn auch deine Kinder im Haus sind. Das ist sicher eine große Herausforderung.

 

26 Comments

  • Carry sagt:

    Die Tipps sind echt klasse, danke :) Habe mir direkt einiges notiert!

  • Karo Kafka sagt:

    Wunderbare Tipps! Ich denke, ich werde mir probehalber auch mal solch eine Wochenübersicht machen. Bin gespannt, wie viele Stunden das eigentlich sind, die ich in den Blog stecken und produktiv sein könnte.
    Die 15 Minuten-Regel klappt übrigens wirklich super, die verwende ich selbst hin und wieder. Man hat dabei auch nicht den Druck, dass man denke „Oh Gott, auf zwei Stunden Arbeiten habe ich aber gar keine Lust, ich schaue doch lieber einen Film“, sondern eher „Ach, sind ja nur fünfzehn Minuten, das mache ich schnell“. Und meistens werden es dann doch mehr, weil man dann einfach drin ist.

  • Julia sagt:

    Notifications abmelden, 15 min Regel, klare Zeiteinteilung – das versuche ich auch im Job umzusetzen. Leider arbeite ich in einem Job, bei dem Planung beinahe unmöglich ist. Darunter leidet dann der Sport, die Freizeit, manchmal auch andere Projekte, die ständig geschoben werden. Dennoch halte ich einen Plan für sehr sinnvoll, bei dem man genau fokussiert, wann man was macht – und sich nicht ständig unterbrechen lässt. Denn DAS ist die wahre Pest! Danke für den wirklich interessanten, anregenden Artikel.

  • Vanessa sagt:

    Ein paar wirklich tolle Tipps! Vielen Dank für diesen Post! :-)

    liebe Grüße
    Vanessa

  • Jana sagt:

    Tolle Tipps! Vielen Dank dafür! Ich habe eine Drei-Phasen-Regel: Da ich ein Morgenmensch bin arbeite ich in drei Etappen: Morgens direkt mache ich alle dringenden Sachen wie zum Beispiel Blogposts schreiben und dringende Aufgaben für Kunden erledigen. Emails rufe ich grundsätzlich erst Nachmittags ab. Nachmittags beschäftige ich mich dann mit meinen Emails und Abends lese ich Blogs und andere Artikel denn da bin ich selber nicht mehr allzu produktiv, hole mir aber gerne noch Inspiration.

    Liebe Grüße,
    Jana

  • Ich bin ein spät Abends statt früh Morgen Blogger :)

    Feien Tipps. Die 15 Minuten Regel sollte ich mir auch öfter mal zu Herzen nehmen, ebenso wie erst nachher zu Editieren. Ich verhederre mich darin immer wieder.

    Liebe Grüße
    Christina

  • betsi sagt:

    Ich danke auch! Mit Baby, Studium und zwei Blogs ist für mich ein Wochenplan ganz wichtig. Ich finde deinen Blogpost so gut, weil das ganz praktische Tips sind.

  • Nele sagt:

    Ja, manchmal ist es echt schwer, die Zeit zu finden! Mir hilft es, Artikel vorzubereiten, wenn ich Zeit und Lust habe, und nicht, wenn ich „endlich mal wieder was posten“ müsste. Ein Abend in der Woche hat sich dafür bei mir in letzter Zeit etabliert. In der Zeit schreibe ich, recherchiere, bearbeite Bilder… Und veröffentliche dann im Laufe der Zeit, wenn es gerade sinnvoll ist. Ich mache mir dann ein neues Browserfenster auf (ganz wichtig – nicht nur einen neuen Tab!), damit ich nicht mehr sehe, was ich gerade noch so alles machen könnte (natürlich Instagram, Bloglovin, Mails und was man nicht noch so alles hat).

    Dadurch habe ich immer einige „zeitlose“ Artikel „auf Lager“, für Wochen, in denen ich wirklich keine Zeit habe. Eine Buchrezension oder ein Rezept… Das beruhigt ungemein, dass ich an stressigen Tagen nicht auch noch denken muss „Ach je, ich muss unbedingt noch was schreiben.“ Dann ziehe ich eben einen dieser vorbereiteten Artikel vor.

    Die 15-Minuten-Regel finde ich auch super (wobei ich da jetzt nicht zwangsläufig 15 Minuten nehme), einfach mal drauflos schreiben. Am besten werden meine Artikel sowieso, wenn ich über den ersten Entwurf mindestens eine Nacht schlafe.

    Liebe Grüße
    Nele

  • Ronja sagt:

    Ein toller und wirklich inspirierender Post! Vor allem die 15 Minuten Regel klingt super. Das probiere ich auf jeden Fall bald mal aus : )
    Liebe Grüße, Ronja
    http://www.sothisiswhat.com

  • Hubert sagt:

    Lustig, innerhalb kürzester Zeit zweimal über deinen Blog gestolpert (Das erste Mal mit der Ansage „Letzteres dürfen auch Jungs lesen.“ (Inka Chall)), jetzt direkt in den Feedreader gepackt.

    Ich sehe schon , auch Freiberufler haben ähnliche Probleme wie ich, der ich neben dem Hauptjob meine Blogs „pflege“ 😉 Insbesondere die Ablenkungsgeschichte – sonst wäre ich grade nicht dabei, den Kommentar zu schreiben, denn eigentlich blogge ich grade über den gestrigen Tag, doch Christina warf deinen Artikel in Twitter rein seufz*.

    Was ich aber am spannendsten finde ist die Nr. 5: Das liegt mir nämlich so gar nicht. Ich „muss“ immer sofort Bilder einfügen, das gehört zu meinm „Schreibfluss“. Doch tatsächlich es natürlich extrem hinderlich, weswegen ich Beiträge ohne Bilder um ein Vielfaches schneller schreibe. Bin gespannt, ob ich das irgendwann auch einmal hin bekomme, denn dann könnte ich auch in der Bahn vernünftig was tun für die Blogs…

    Danke auf alle Fälle für die Denkanstösse – keep on Blogging, bis bald irgendwo vielleicht mal.

    LG

    Hubert

    • Sandra sagt:

      Hallo Hubert,
      freu mich, dich mit an Board zu haben :)
      Lustig, dass du kürzlich erst über Sarrbrücken gebloggt hast. Von ganz in der Nähe dort, komme ich ursprünglich her.

      Was die Bilder angeht, bin ich voll bei dir. Das ist auch meist mit die größte Schwierigkeit für mich, da ich gerne zuerst die Bilder mache. Aber Bildbearbeitung dauert nun doch einmal am längsten. Also muss es einfach warten, wenn ich was fertig bekommen will.

      LG
      Sandra

  • Katarina sagt:

    Für Mac gibt’s selfcontrolapp.com da kann man sich auch Zeitfresserseiten ausschalten z.b facebook.

  • Su sagt:

    Die 15 Minuten-Regel klingt wirklich super…
    Habe mir jetzt auch mal so eine Tabelle gemacht… und mit 2 Kindern, Studium und einem 30h Job sieht das mit der „Freizeit“ leider irgendwie wenig aus… aber das wird schon :)
    Liebste Grüße aus Graz,
    Su

    • Sandra sagt:

      Und ich beklage mich über meine wenige Freizeit. Ich habe keine Ahnung, wie du das alles unter einen Hut bekommst, aber das ist wirklich Respekt einflößend. :)

  • alexx sagt:

    ich blogge zwar nur zum vergnügen, aber neben familie und job komme ich oft nicht mit der zeit klar, weil ich mich ablenken lasse oder weil man „dringend“ gebraucht wird. der artikel spricht mich sehr an. besonders dieser anstoß zur selbstanalyse mit der wochentabelle.
    liebe grüße aus linz, alexx

    • Sandra sagt:

      Es ist aber auch schwer, alles unter einen Hut zu brngen. Ich selbst habe keine Kinder und frage mich oft, wie diejenigen mit Job und Familie das alles schaffen.

  • Mia sagt:

    Ein sehr toller Artikel und auch dein Blog allgemein spricht mich sehr an! Zum Thema Organisation lese ich derzeit eh sehr viel, da kommt mir dieser Artikel sehr gelegen. Ich werde versuchen deine Regeln umzusetzen und hoffe stark, dass ich meine Zeit endlich besser nutze.

    Auch ein großes Dankeschön am die Kommentare, dort habe ich auch ein paar Ideen aufgreifen können.

  • Manuela sagt:

    Vielen Dank für diesen tollen und hilfreichen Beitrag.
    Ich selbst habe erst seit einem Monat einen Blog der sich mit dem Thema Hunde beschäfitgt und suage jedes Wissen von anderen Bloggern gerne und dankend auf.
    Vorallem die 15 Minuten Regel und die „nicht ohne Plan“ Regel finde ich großartig. Denn auch ich setzte mich oft an den Schreibtisch und versinke im Facebook-Tunnel :)
    Also ab heute gilt nicht mehr ohne Plan 😉
    Vielen Dank und liebe Grüße
    Manuela

  • Valeria sagt:

    Hey, danke. Die Tipps sind super und dein Blog übrigens auch. Grad erst entdeckt. ^^

    Fokus und eine, ich nenne es Struktur oder Konzept, statt Plan, ist echt das A un O. Denn man „muss“ wissen, was man tut und sich z.B. hinsetzen und einen Blogartikel schreiben. Ich übe.

    Die 15 Minuten-Regel kann ich auch weiterempfehlen bzw. bei dieser Übung fokussiere ich mich XY Minuten wirklich nur auf eine Sache. Ohne wenn und aber z.B. nur schreiben. Kann man auch mit 5 Minuten starten.

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