Speedy Blogzales – So wird dein Blog schneller

Es passiert immer wieder, dass du auf Blogs kommst, die dich wirklich interessieren, aber deren Ladezeiten immer so lange sind, dass dir nach einer Weile die Lust vergeht auf diesem Blog zu stöbern.

Was tust du als neuer Leser in diesem Falle? Du klickst dich sehr wahrscheinlich von der Seite weg, richtig?
Schade, denn solche Blogs haben es auf Dauer schwer (neue) Leser für sich zu gewinnen.

Es braucht nur wenige Tweaks und schon kannst du deinen Lesern deine Bloginhalte schneller zeigen.

Teste die Ladezeiten deines Blogs:

Um eine genauere Vorstellung davon zu bekommen, wie schnell dein Blog lädt, hilft dir Google’s PageSpeed Insights. Einfach die URL deines Blogs eintragen und auf Analyse klicken. Ich denke mal, alles was zwischen End-70 aufwärts liegt, ist ein guter Wert. Das Tool gibt es im Übrigen auch als Chrome und Firefox Extension.

Wenn du es noch genauer wissen willst, kannst du dir auch die Ladezeit in Sekunden anzeigen lassen. Hierbei hilft dir der Speed Test von iWebtool.

Wenn du mit den Ergebnissen nicht zufrieden bist, sind die nachfolgenden 5 Tipps zur Verbesserung deiner Blog-Ladezeiten ein guter Start deinen Blog schneller zu machen.

1. Bilder in der passenden Größe hochladen

Viele Blogger laden Bilder in Orginalgröße auf ihren Blog und passen erst im Editor das Bild auf die gewünschte Größe erst an. Es gibt kaum etwas das deine Ladezeiten stärker beeinflusst, als eine große Bilddatei die erst einmal vollständig laden muss (Auch wenn das Bild im Blog kleiner angezeigt wird).

Wenn du einen Blogpost schreibst und bebilderst, dann bearbeite die Größe deiner Bilder mit einem Bildeditor, wie beispielsweise Photoshop Elements oder auch Picasa (kostenfrei) oder Gimp (kostenfrei), bevor du sie auf deinem Blog einbindest. Das Resizen deiner Bilder bevor du sie auf den Blog packst, reduziert die Arbeit die der Browser deiner Leser aufwenden muss.

Doch wie so oft, es kommt nicht nur auf die Größe an. Die Bildqualität spielt ebenfalls eine große Rolle. Die optimale Auflösung für Bilder an einem Computer Screen liegt in der Regel bei 72dpi. Dies ist um einiges geringer, als die Bildqualitätausgabe einer Kamera. Wenn du deinem Blog einen kleinen Speedpunch verpassen möchtest, solltest du die Bildqualität ein klein wenig senken. (Aber nur soweit, dass das Bild noch immer hochwertig auf deinem Blog erscheint)

2. Speichere alle Bilder lokal

Dieser Punkt mag nun merkwürdig klingen, wenn du immer alle Bilder auf deinen Blog lädst und in einem Artikel einbindest. Doch wer mal einen Blog von Blogspot zu WordPress umgezogen hat, wird feststellen, dass zwar die Textdateien aus der Exportdatei 1:1 vorhanden sind, aber die Bild-URLs noch auf den alten Blog verweisen. (Siehe hierzu auch „Plugin: Umzug von Blogger zu WordPress leicht gemacht„)

Bilder, die von Drittseiten gezogen werden laden in der Regel länger. Bei hunderten von Bildern auf einer Seite kann sich das ganz schön summieren bei der Betrachtung eines Blogs.

3. Caching Plugins

Wenn du WordPress nutzt hast du den Vorteil, dass du auf eine Vielzahl an kostenlosen Optionen zugreifen kannst, die dir helfen deinen Blog automatisch schneller zu machen. Die Rede ist von sogenannten „Caching“ Plugins.

So funktionieren Caching Plugins:

Normalerweise ist es so, jedes Mal wenn jemand auf deinen Blog kommt, wird die Seite die sich der Leser ansehen möchte on-the-fly erzeugt. Es werden bei jeder Page jedes Mal die PHP- (Funktionen) und CSS (Styles) Files und Postinformationen selbst ausgelesen, welche in der Datenbank auf dem Server gespeichert sind. Wenn nun z.B. 12 Leute den gleichen Post lesen, stellt der Server diese Seite 12 mal dar. Je mehr User, umso mehr summiert und verlangsamt sich die Ladezeit.

Caching Plugins generieren ein statisches HTML File für jeden Post auf deinem Blog. Dadurch ist es egal, ob nun 2.000 Leute sich einen Post ansehen oder 200.000.

Empfehlung von Cache Plugins für WordPress:

Quick Cache ist relativ einfach zu nutzen und die Settings leicht einzustellen. W3 Total Cache ist ein wenig umfangreicher, aber es ist mit eines der besten WP Plugins in diesem Bereich.
Wenn du viele Widgets in der Sidebar hast, kann ich zusätzlich noch WP Widget Cache empfehlen. (Bitte achte darauf, dass du dieses Plugin nicht verwendest, wenn du Live-Feeds in einem Widget hast.)

4. Welche Plugins braucht dein Blog

Denke darüber nach, welche Plugins du tatsächlich brauchst auf deinem Blog und welche nur unnötig die Ladezeiten verlangsamen.
Leise rieselnde Schneeflocken, die über den Bildschirm flocken, sobald man deine Seite aufruft, brauchst du nun wirklich nicht. Und auch nicht 9 Mio verschiedene Social Media Widgets.
Versuche diese zu löschen, die wirklich nicht benötigst.

5. Minifying die CSS

Ich gestehe, davon wusste ich auch lange Zeit nichts, und erst recht wusste ich nicht, was Minify bedeutet.
Es ist ganz einfach, wenn man die CSS, Javascript und den HTML Code einem minifying unterzieht, entfernt man die Zwischenräume zwischen den einzelnen Zeichen im Code. Es ist, als ob man den Code kompressiert. Keine Angst, da musst du nicht selbst ran.
Wie für fast alles, gibt es auch hierfür ein WordPress Plugin wie beispielsweise WP Minify oder auch gut hierfür geeignet, das bereits zuvor genannte W3 Total Cache. Diese Plugins laufen unauffällig im Hintergrund und helfen dir die Geschwindigkeit deines Blogs zu verbessern.

Take it for a testdrive

Nachdem du 1 oder alle 5 dieser Punkte optimiert hast, schau dir erneut die Ladegeschwindigkeit deines Blogs mit Hilfe der Google’s PageSpeed Insights oder Speed Test von iWebtool an und freu dich an deinem Erfolg.

Ich hoffe, ich konnte das dröge Thema einigermaßen verständlich rüberbringen. Und wenn du es bis hier geschafft hast zu lesen, bekommst du extra 5 Karma Punkte auf dein Konto gutgeschrieben! *g*

16 Comments

  • Katharina sagt:

    Vielen Dank für das Thema! Ich stimme Dir voll und ganz zu – allerdings muß ich bei Punkt 1 etwas widersprechen. Die Auflösung ist im Web völlig egal, es kommt hier nur auf die Pixelmaße an. Es ist egal, ob ein 1000px x 500px Bild im Web eine Auflösung von 72 oder 300 oder 1000 oder 1 dpi hat. Die Dateigröße bleibt gleich, die Pixelmaße sind gleich. Die Auflösung kommt nur ins Spiel, wenn das Bild ausgedruckt werden soll. Das mit den 72 dpi ist ein Mythos, der sich irgendwie immer noch hält. Siehe z.B. http://www.kobebeef.ch/blog/das-web-und-der-72-dpi-mythos/ oder http://www.jovoeg.de/2011/09/der-mythos-vom-hoch-auflosenden-bild-im-web/ (mit Beispiel).
    Auflösung ist im Web auch nicht gleich Qualität. Die Qualität wird durch die Speicherung bestimmt also die jpg-Kompression, die man beim Speichern einstellt.
    Also müßte es eher heißen: Bilder von der Kamera auf die korrekten Pixelmaße für den Blog bringen (Auflösung ist schnuppe) und beim Speichern die geringst mögliche Qualitätstufe einstellen, die das Bild noch qualitativ annehmbar wiedergibt. So erreicht man kleine Dateigrößen.
    Viele Grüße!
    Katharina

  • Katharina sagt:

    Als Ergänzung noch: Die Auflösung spielt bei Bildern nur eine Rolle, wenn man mit Text arbeitet, der in pt angegeben ist, da 1pt =1/72 Inch. Daher ergibt sich je nach Auflösung eine unterschiedliche Textgröße in Pixeln (36pt entsprechen 0,5inch, das sind bei 72dpi 36px bei 300 dpi aber 150px). Arbeitet man mit Textgrößen in pixeln ist es wieder unerheblich, welche Auflösung das Bild hat.

  • Souri sagt:

    Oh no … only 62 in google speedtest :-( … need to leverage browser caching, enable compression … whatever that means … it’s hard to make the pics smaller on a photoblog (and you want to be futureproof when every PC has a retina display or you change your theme (to get bigger pictures).

    • sandra sagt:

      It’s not only depending on your photos Souri. You might also check your plugins, wdgets and the structure of the design of your theme.

  • Souri sagt:

    They suggest I use the Google Page Speed Service … https://developers.google.com/speed/pagespeed/service/pricing

    It is free of charge at the moment … not sure what it does or if it is any good … :-)

  • dajana sagt:

    Ich liebe es deine Beiträge zu lesen – unzählige tolle Tipps :) aber eine essentielle Frage habe ich noch – Google Page Speed Analyse hat ergeben, dass ich meine Bilder komprimieren soll und das ist eines meiner größten Probleme. Ich komme nie auf die gewünschten 70kb und meine Bildqualität leidet unglaublich. Eventuell hast du da noch ne schnelle Lösung bereit!!

    Vielen Dank für sooo viele hilfreiche Informationen
    Cheers D.

    • sandra sagt:

      Ich habe mir die Seite mal angesehen, die du hier verlinkt hast. Wenn es um diese geht, dann sehe ich ehrlich gesagt nicht zwingend ein Problem. Bei mir lädt die Seite und auch die Bilder recht schnell und ich hab in Australien ziemlich langsames Internet. Ich würde mich damit nun nicht zu sehr stressen, wenn ich dich wäre.

  • Awa sagt:

    Ich habe die meisten Probleme mit meinen Bildern. Ich würde mich freuen, wenn es zu Punkt 2 noch einen ausführlicheren Artikel geben würde 😉

  • sandra sagt:

    Hallo Awa, ich schau mal, dass ich zu dem Thema ein Experteninterview anbieten kann.

  • sue sagt:

    Sehr schön geschriebn und sehr informativ. Vielen Dank dafür. Ich suchte nach mehr Tipps für schnellere Ladezeiten und bin auf Dein Blog gestoßen. Das mit den Bildern war mir so gar nicht klar. Von wegen, diese vorher schon anzupassen. Ich habe sie tatsächlich erst im Post angepasst.
    Werd das gleich mal checken. Bis bald.
    lg. Sue

  • Sabienes sagt:

    Der PageSpeed meines Blogs ist ja schon legendär schlecht.
    Aber wpMinify zerstört leider mein Style Sheet, was ich dann auch nicht so gut fand.

    Ich werde wohl um einen Hosterwechsel nicht drumrum kommen.

    LG
    Sabienes

  • caro sagt:

    Hi Sandra. Danke für den Tipp. Welches Tool gibts als Plugin zum komprimieren für Blogspot? Nach was muss ich denn suchen. Dein Blog ist sehr hilfreich, da ich mit meinem echt probleme habe… zu wenig Leser und so. Dir noch einen schönen Tag, ne!
    Gruß aus dem Schwarzwald
    Caro

    • Sandra sagt:

      Hey Caro, bei Blogspot kenne ich mich ehrlich gesagt nicht so gut aus. Frag doch mal auf der GGTB FB ob dort jemand was weiß.

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