Was Shopping und Blogging gemeinsam haben – Eine Beobachtung

Blogging-und-Shopping-was-ist-gemeinsam

Kürzlich ging ich mit einer Freundin zum Einkaufen.
Während sie in der Umkleidekabine einige Sachen anprobierte, wartete ich auf sie und hatte von meinem Sofaplatz, Gelegenheit mein Umfeld zu beobachten. Dabei fielen mir irgendwann Parallelen zwischen Shopping und Blogging auf.

Meine Beobachtungen und Erkenntnisse von einem Tag Shopping pur, habe ich in 7 Punkten festgehalten:

7 Gedanken, warum Shopping und Blogging nicht ganz unähnlich sind.

Top 10 und Bestseller Listen

Plattenläden und Buchhandlungen sind bei dieser Technik ganz weit vorne.
Doch auch Klamottenläden kommen mehr und mehr auf den Geschmack der Bestseller und promoten Basics und Customer Favourites durch solche Listen, Positionierungen und Zusammenstellungen.
In einem schnellen Überblick wird uns als Kunden gezeigt, welche Produkte bei anderen Kunden besonders gut ankommen, oder was neu im Store ist
Auf Blogs angewendet, können das Listen deiner beliebtesten Beiträge in deiner Sidebar sein. Oder aber Features wie „ähnliche Artikel“ oder auch die „Artikel mit den meisten Kommentaren“ oder die „letzten geposteten Artikel“.

Überfordere nicht deine Kunden / Leser

Bei unserem Shoppingtrip waren wir gefühlt in 50 Shops. Immerhin waren wir unterwegs von 10:00 – 16:00 Uhr (hey, ich hab mal einen Blog über Shopping geschrieben, was erwartest du? *g*).
Wenn man durch so viele Shops wandert, fallen einem unweigerlich die unterschiedlichen Sales Taktiken der Verkäufer auf.
Sie reichen von „Full on, in your Face – ich lasse dich nicht mehr alleine im Store“, bis hin zu Sales Pitches von über-enthusiastischen Verkäufern, die gar nicht mehr aufhören, dir von ihren Special Deals zu erzählen.

Deine Blogleser möchten sich auf deinem Blog und innerhalb der Kommunikation mit dir, in Sozialen Netzwerken wohlfühlen. Sie freuen sich, wenn sie merken, dass du ihnen zuhörst und ihnen Hilfe anbietest. Sie sind aber auch schnell wieder weg, wenn du sie mit Sales Pitches und aufdringlichen Call to Actions, an allen Ecken deines Blogs, überforderst.

Der Wohlfühlfaktor

Dir ist sicher nicht entgangen, dass die Läden, die du am meisten magst, die Stores sind in denen du dich wohl fühlst. Die Folge, du kommst immer wieder gerne.
Was diese Shops so besonders macht? Für mich ist es oft die Einrichtung in Kombination mit der Auswahl der Musik. Oder aber besonders schönes Licht in Umkleidekabinen, oder aber der Geruch eines Ladens. Wenn du jemals bei Abercrombie & Fitch im Laden warst, wirst du wissen was ich meine.

Auf deinem Blog kannst du ebenfalls einen Wohlfühlfaktor schaffen. Zwar ist ein angenehm riechender Blog keine Möglichkeit und ich will dir auch nicht dazu raten Musik darüber abzuspielen, doch gute Bilder, Visuals, Videos und ein ansprechend aufgeräumtes Design, lädt deine Leser dazu ein immer wieder zu kommen.

Die richtige Platzierung ist alles

Vom Blickwinkel meines Sofas aus, sah ich einige Leute, die im Laden vor einigen der aufgestellten Schaufensterpuppen stehen blieben, um die neuen Kollektionen anzusehen. Man konnte ihnen deutlich ansehen, dass sie direkt im Laden versuchten die entsprechenden Kleidungsstücke zu finden. In der Mehrzahl, war dieses Unterfangen von wenig Glück begleitet.

Auf Blogs bezogen bedeutet es, dass ich Dinge, die ich besonders hervorheben will, auch entsprechend positionieren muss.
Will ich Newsletter Abonnenten, muss ich den Newsletter auch prominent ankündigen. Will ich Klicks auf Ads, müssen diese entsprechend eingebunden sein, usw.
Es gilt hierbei die Position und das Design zu wählen, die den Blick des Lesers auf sich zieht, ohne diesen jedoch zu stören.

Lange Wartezeiten

Als wir uns um die Mittagszeit im Food Court was zu essen bestellten, standen wir ewig an, um endlich unser Essen zu bekommen. Nicht etwa weil so enorm viel los war, sondern weil nichts voranging. Frustrierend und einige Kunden machten ihren Ärger darüber auch Luft.

Blogs können ebenfalls lange Wartezeiten verursachen.
Wenn die Ladezeiten zu langsam sind und du ewig wartest, bis sich Bilder aufbauen oder gar das Design. Du weisst sicher selbst, wie frustrierend das sein kann.
Checke regelmäßig deine Blogladezeiten und solltest du etwas auffälliges bemerken, dann geh der Sache direkt auf den Grund. Lange Wartezeiten können deine Leser schnell vertreiben.

Ich möchte das auch bitte

Mehr als einmal habe ich im Store beobachtet, wie einige Frauen das begutachteten, was die Verkäuferin trug und diese dann fragten, wo sie das Kleidungsstück oder die Kette denn im Store finden könnten.
Ein ähnliches Phänomen kannst du auch oft im Food Court beobachten. Das Restaurant mit dem größten Andrang davor muss populär sein. Folglich muss es auch gut sein.
Obwohl wir gerne einzigartig sein wollen, handeln wir nicht selten im sozialen Kontext. Was andere haben, möchten wir auch haben. Dabei ist es egal, ob es sich um Kaufentscheidungen handelt, Lifestyle, Jobs, oder auch bei Blogs.

Blogs die bereits eine gewisse Größe an Traffic und Fanbase aufgebaut haben, haben es oft wesentlich leichter, neue Leser zu gewinnen. Denn wir alle neigen dazu anzunehmen, eine größere Fanbase bedeutet auch automatisch eine gewisse Popularität und somit guter Content.

Du kannst das für dich nutzen, indem du über deine Zahlen „sprichst“. Darüber sprechen bedeutet in diesem Falle:

  • Fanzahlen anzeigen auf deiner Facebook Page.
  • Die Anzahl der Kommentare zu einigen deiner Posts hervorheben.
  • Anzeigen der Anzahl der Instagram und Pinterest Follower.

All diese Dinge, können dich unterstützen, neue und auch loyale Leser zu finden.

Ruhige Zeiten richtig nutzen

Als ich so auf meinem Sofa saß, wurde es ein wenig ruhiger im Laden.
Die Verkäuferin, die zuvor noch geschäftig von einem Kunden zum anderen lief um zu helfen, hätte sich in diesem Moment ein wenig ausruhen können. Doch sie ging ohne Verschnaufpause dazu über, Regale zu sortieren und aufzuräumen.

Blogs gehen immer wieder einmal durch Traffichöhen und -tiefen. Sind die Tiefen unerwartet und kommen sehr plötzlich, sind das oft auch Zeiten, in denen man am liebsten das Handtuch werfen würde. Wo ist der Traffic hin? Wird er jemals wiederkommen?

Diese Zweifel sind völlig normal, doch noch lange kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken. Solltest du dich in einer solchen Situation wiederfinden, nutze die Zeit als Möglichkeit am Blog zu arbeiten. Finde heraus, woran es liegt. Optimiere deinen Blog, räume ihn auf und erledige all die kleinen Tasks, die du sonst häufig aus Zeitmangel liegen lässt.

Man könnte die Liste sicherlich noch weiterführen, doch irgendwann musste ich mich auch wieder meiner eigentlichen Tätigkeit widmen, weswegen ich eigentlich ins Shoppingcenter fuhr.

Mein persönliches Ergebnis an diesem Tag waren im Übrigen, 2 Paar Schuhe, ein Paar Shorts, 1 Skort (der neue Shit in Australien in diesem Frühling. Es ist ein Skirt und Shorts in einem), 4 Shirts, 1 Bluse, Sportsocken und 1 Piratenhut (für eine Party). Danach war mein Konto leer und ich hatte ein schlechtes Gewissen. *g*

Dir fallen noch weitere Parallelen zum Shopping / Blogging Vergleich ein? Dann her damit!
Ich bin ganz Ohr.

7 Comments

  • Lars sagt:

    Was für ein lustiger Vergleich, Sandra. Verlinkungen fehlen noch – aber das wäre wahrscheinlich der Verkäufer, der erzählt wo es das sonst noch gibt. PS: toller Blog, also for Boys

  • Sandra sagt:

    Guter Punkt, Lars!
    Oder vielleicht auch, in der Datenbank sucht, welcher Shop Artikel xy noch in der entsprechenden Größe führt :)

    Danke für das Lob. Ich glaub ich muss mal das Logo anpassen in: „Girls Guide to Blogging“ / auch für Boys! :)

  • fluegelwesen sagt:

    Einen Skort! Wie cool, das hatte ich – Achtung! – als Kindergarten-Kind auch andauernd an. Das war super praktisch: Ich war immer chic angezogen, konnte mich aber ganz frei, wie in einer normalen Hose, bewegen. Ich glaube, ich fänd cool, wenn das nach Deutschland schwappen würde.

    • Sandra sagt:

      Wart’s ab, das kommt im nächsten Frühling :) Hier sind alle Geschäfte voll damit! Und mal ganz ehrlich, sie sind soooo ungemein praktisch. Fahrradfahren, aus dem Auto steigen… alles kein Problem mehr 😉

  • Christine sagt:

    Der Hosenrock kommt zurück? Ich hatte zu Grundschulzeiten einen und habe ihn sehr geliebt. Aber irgendwann ist er out geworden. Hach, schon praktisch, dass man in Australien der Mode immer etwaus voraus ist.

    Die Vergleiche fand ich prima, aber am besten gefiel mir, als Du uns von Deiner Ausbeute berichtet hast. Ich weiß, dass war eigentlich nicht so wirklich das Thema, aber mir hat der Punkt am besten gefallen!

    • Sandra sagt:

      Ha! Dann warte noch etwas, ich reaktiviere Shoppingverse, meinen alten Blog, demnächst. Neue Ausrichtung, neues Design und neuer Content. Dann wirst du davon noch öfter lesen können :)

  • Vanessa sagt:

    Ein toller Post! :-)

    Würde mich freuen wenn du mal auf meinem Blog vorbei schaust! :-)
    Black & Colorful

    liebe Grüße
    Vanessa

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *