Werde zum Statistik Nerd: Blogstatistiken analysieren & effektiv nutzen

Dies ist eine zweiteilige Serie, die Bloggern bei der Verwendung von Statistiktools hilft, einen tieferen Einblick in ihre Zahlen zu bekommen und sie richtig zu interpretieren. Den 2. Teil der Serie findest du hier.

Deine Statistiken geben dir Aufschluss darüber, was deine Leser auf deiner Seite tun. Was gefällt ihnen, womit verjagst du sie und noch wichtiger, welche Trends und Muster lassen sich erkennen. Diese Zahlen helfen dir dabei dein Blog weiter zu optimieren.

Relevante Blogkennzahlen zur Optimierung:

1. Overall Visitors: Dies ist wahrscheinlich die Kennziffer, welche die meisten Blogger kennen und sich auch regelmäßig anschauen.
Steigen die Besucherzahlen oder sinken sie. Gründe für schwankende Zahlen hängen oft mit der Häufigkeit zusammen, wie oft du postest. Sie sind abhängig von den Themen über die du bloggst, Verlinkungen von anderen Seiten auf dich und manchmal sind sie auch saisonal bedingt.

2. Most Popular Posts: Welche Posts werden am häufigsten gelesen. Diese Information ist aus mehreren Gründen wichtig. So geben sie dir Hinweise welche Topics besonders gut ankommen und die du vertiefen/ausbauen könntest. Sie geben dir aber auch die Möglichkeit, diese Posts herauszupicken und so zu optimieren, dass sie deine Leser weiter und tiefer in deinen Blog führen. Eine Art Landingpage sozusagen.

Beispiel Most Popular Posts: Auf Shoppingverse.de habe ich einige Posts die besonders gut performen. Um sie effektiv zu nutzen, habe ich diese Seiten optimiert und in Verbindung mit Adsense monetarisiert. Sie sind die Haupteinnahmequellen für meinen Adsense Account. Diese Seiten liefern Besuchern zudem Links zu Posts innerhalb meines Blogs, die ebenfalls für sie relevant sein könnten.

3. Referrals: Woher kommt dein Traffic? Welche Seiten schicken dir den meisten Traffic? Sind es andere Blogs, könntest du überlegen, wie man zusammenarbeiten könnte. Kommt der Traffik von Suchmaschinen, solltest du etwas mehr Zeit und Knowledge in dein Blog SEO investieren, um deine Position in Suchmaschinen noch weiter auszubauen.

4. Keywords die dir Traffic bringen: Wenn du die Keywords kennst, mit denen deine Artikel in Suchmaschinen gefunden werden, hast du eine sehr gute „Waffe“ zur Hand um deinen Blog zu optimieren. Keywords helfen dir herauszufinden an welchen Stellen du deinen Blog optimieren kannst für Suchmaschinen, um dein Ranking noch weiter zu verbesseren. Zudem geben sie dir Hinweise über Trends.

Beispiel Keywords: 2009 war ich Editor und Blogger für Stilzeug.de. Das Facebookspiel Farmville rockte damals das Netz und auch die Stilzeug Redaktion. Tagelang konnte erst mit der Arbeit begonnen werden, nachdem der Mais geerntet wurde. Aus Spaß schrieben wir damals einen Outfitpost „Farmville Worker“. Innerhalb weniger Tage bemerkten wir einen massiven Anstig der Besucherzahlen, alle abgeleitet durch das Keyword Farmville. Was taten wir: Wir schrieben daraufhin einen Post „Farmville – Anleitung Teil 1,2,3,…. Das Ergebnis sprengte unsere Statistiken. Innerhalb kurzer Zeit hatten wir das 4-fache des normalen Traffics, unendlich viele Kommentare unter den Anleitungen und… Wir lagen mit unserem Farmville Post in der Suchmaschine über Farmville selbst, nämlich auf Platz 1.

5. Saisonalbedingter Traffic: Im ersten Step denkst du nun sicher, „das ist simpel“. Ein Posting zu Valentinstag, einer zu Weihnachten,… Doch du solltest hier etwas mehr „Outside the box“ denken. Auf Shoppingverse habe ich einen Post, der beschreibt, wo man Schminkfarbe online bekommt, begleitet mit einigen Anleitung wie man Vampire, Löwen oder auch Katzen schminkt. Dieser Post wurde zu Halloween verfasst und bringt nicht nur an Halloween enormen Traffic, sondern auch an Karneval. Versuche herauszufinden, welche saisonalen Topics zu deinem Blog passen könnten und veröffentliche diese rechtzeitig unter der Verwendung von relevanten Keywords.
Traffic kann saisonalbedingt auch rückgängig sein (abhängig vom Topic deines Blogs). Finde heraus, wann dies geschieht und entwickele Strategien, wie du es beim nächsten Mal abdämpfen kannst.

6. Tägliche und wöchentliche Trends: Beobachte deine Statistiken über einen längeren Zeitraum. Versuche herauszufinden welches die besten Tage sind oder auch zu welcher Uhrzeit du am Besten veröffentlichst. (Gleiches gilt übrigens auch für deine Social Media Accounts) Wenn du diese Werte kennst, kannst du deine Posting-Strategie darauf ausrichten (evtl durch das Timen von Postings).

 

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