Wie optimiert man einen viralen Post

Wie optimiert man einen viralen post

Der Traum eines jeden Bloggers: Dein Herz springt vor Freude, wenn praktisch über Nacht, einer deiner Posts viral wurde und sich dein Traffic mit einem Schlag verzehnfacht (oder sogar mehr).

Du kannst dich vor Shares und Likes und Retweets und Favs schon gar nicht mehr retten kannst und dein Phone hört nicht mehr auf zu pingen, wegen all der Push Notifications.

Ein tolles Gefühl! Am liebsten will man die Situation nie wieder wieder loslassen. Aber wie?

Das Problem mit viralen Posts

Viraler Content könnte man mit der Wucht einer Flutwelle vergleichen.

Sie trifft deinen Blog völlig überraschend und kann mitunter einiges auf deinem Blog lahm legen. Manchmal chrasht sie es auch völlig, um dann plötzlich wieder abzuebben und zu verschwinden. Als ob nichts gewesen wäre.

Dies ist deine Chance, aus kurzfristigem (massivem) Traffic, neue Leser für dich zu gewinnen. Leser die wiederkommen und zu treuen Fans werden. Aber, du musst schnell handeln.

Wie du deinen Blogpost optimieren kannst, um viralen Traffic aufrechtzuerhalten:

# 1 – Erkenne einen viralen Post

Wenn du einen (plötzlich) sehr starken Anstieg deines Traffic bemerkst, wird dieser Traffic in der Regel auf einen spezifischen Post oder eine Seite gehen.
Die Ursachen dafür können so vielfältig, wie das Internet selbst sein. Vielleicht wurde dein Artikel uin einem großen Forum innerhalb eines Threads verlinkt, vielleicht bist du über einen Trend gestolpert und dieser wird besonders gut von Google gerankt….

Deine Statistiken, sind das erste, was du nun zu rate ziehen solltest.
Du kannst nicht automatisch davon ausgehen, dass nur ein kürzlich veröffentlichter Artikel diesen Traffic auslösen kann. Oft sind es eher die älteren Inhalte, die plötzlich Spitzenzahlen erreichen.

Diese Punkte solltest du untersuchen: Welcher Artikel löst diese Besucherströme aus? Wo kommt der Traffic her, wer verlinkt zu dir? Welcher Artikel schauen sie sich danach an?

# 2 – Aktualisiere und überarbeite den Inhalt

Überprüfe deinen Text eingehend auf eventuelle Rechtschreibfehler, oder ob du den Text irgendwie verbessern kannst.
Aktualisiere Zahlen, Links, etc…

Liest sich dein vielleicht Text besser, wenn du noch einen Abschnitt einfügst, oder vielleicht ein Bild. Denk auch daran dass Überschriften helfen können.

# 3 – Interne Verlinkung

Dieser virale Post ist im Grunde vergleichbar mit einer Landingpage.

Es ist der erste Content, den diese neuen Besucher von dir zu sehen bekommen und du willst natürlich, dass sie mehr sehen wollen. Daher ist es enorm wichtig, dass du sie dazu bringst, sich tiefer in deinen Blog zu klicken zu wollen.

Interne Verlinkungen innerhalb deines Artikels, sowie die Anzeige von Related Articles, können dir dabei helfen.

Wenn du noch kein Plugin für „Ähnliche Posts (Related Posts)“ hast, dann baue dir zackig eines ein.
Statt des Plugins, kannst du auch eine kurze Liste an „interessanten weiteren Posts“ oder auch „weiterführende Posts zu diesem Thema“ einbinden.

Denke dabei immer daran, dass diese internen Verlinkung auch tatsächlich relevant zum Thema des Posts sind!

Lies hierzu auch:

# 4 – Pin-Bait

Oft vergessen, aber mit einer der wichtigsten Punkte überhaupt: Vergiss Pinterest nicht!

Wenn einer deiner Posts viral wird, dann willst du das ausbauen und etwas hinauszögern. Mein Motto ist dabei immer: Gib der Masse wonach sie schreit!

In diesem Fall ist es Bildmaterial, das deine Besucher auf Pinterest teilen wollen (und worüber weitere Leser zu dir kommen werden, die wiederum pinnen, was wiederum neue Besucher bringt, usw…)

Einige Ideen für solche pin-baits, könnten How-to Gifs sein, die du in deinen Post einbindest, oder eine schöne Quote, eine Infografik… deiner Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

Hochformatige Images eignen sich für Pinterest in der Regel immer besser, daher achte auf das Format!

# 5 – Affiliate Links und AdSense

Wenn du Affiliate Programme verwendest, ist nun die richtige Zeit, um in deinem Post entsprechende (relevante) Links einzubauen.

Was hier funktioniert und was nicht, kommt natürlich immer auf die Art des Contents an und welche Partnerprogramme du nutzt.

Ich baue in virale gewordene Posts auch gerne AdSense Werbung ein.
Dabei habe ich habe gute Erfahrungen gemacht, Adsense direkt innerhalb des Texts des viralgewordenen Posts zu platzieren.

Wenn du Adsense bereits nutzt, dann probiere es im Fall der Fälle einmal aus.

Lies hierzu auch:

# 6 – Newsletter mit „Freebie“

Ich bin immer etwas hin und hergerissen, ob ich den nun folgenden Tipp auch wirklich geben soll…

Dein langfristiges Ziel sollte es sein, deine Leser (und Besucher) auch zu Newsletter Abonnenten zu konvertieren. Besonders dann, wenn du mit deinem Blog auch Geld verdienen willst.
E-Mail ist bis heute immer noch der #1 Dienst, um Leute zu erreichen (auch wenn man es nicht glauben mag).

Du willst natürlich diese neuen Besucher auch unbedingt davon überzeugen, deinen Newsletter zu abonnieren, damit die sie langfristig als Leser gewinnen kannst.
Um ihnen die Entscheidung etwas einfacher zu machen, solltest du ihnen daher ein Freebie mitgeben, wenn sie sich anmelden (sofern du eines hast).

Das kann ein kurzes eBook sein, oder deine besten 10 Minuten Rezepte, ein Whitepaper exklusiv für Abonnenten, eine How-to Anleitung, ein kostenloses Wallpaper oder ein kostenloses Set Stock-Photos…

Ich persönlich mag diese Taktik nicht und mich hält es in der Regel auch eher davon ab, Newsletter Subscriber zu werden.
Warum?
Weil diese Blogs (meistens) recht gut im E-Mail Marketing sind und ich am Ende mehr Mails erhalte, als ich eigentlich will.
Oder aber… Ich bin nur an den Goodies interessiert und sobald die habe, unsubscribe ich wieder.

Jeder ist anders und jeder empfindet anders. Probiere es aus, wenn du magst und schau wie es für dich funktioniert.

# 7 – Sei kommunikativ

Es kommt natürlich immer darauf an, über welche Art von Content wir reden, aber meist bringt extra Traffic auch einen extra Schwung an Kommentaren mit sich.
Zeige deine Präsenz, indem du auf Kommentare antwortest.

Vielleicht ermutigst du auch deine Besucher einen Kommentar zu hinterlassen, in dem du am Ende des Posts eine Frage stellst.

# 8 – Was sonst noch wichtig ist

Ein viraler Post muss gefeiert werden. Es passiert schließlich nicht jeden Tag, dass das Internet der Meinung ist, dein Content rockt! Teile deinen Post und deinen Erfolg auf deinen Social Media Kanälen und lass deine Freunde gemeinsam mit dir feiern.

Nachdem der Hype um deinen Post etwas abgeklungen ist, schau dir deine Statistiken an und aktualisiere dein Media Kit, als auch deine About Page um diese News. Warum nicht zeigen was man erreicht hat!?

# 9 – Eine Sache darfst du aber NIEMALS

Egal welche dieser 8 Punkte du berücksichtigst und anwendest, eine Sache darfst du NIEMALS tun:

Ändere auf KEINEN Fall die URL (Permalink) des Posts, sonst ist der ganze virale Traffic futsch und deine Besucher landen auf deiner 404 Page.

Gleiches gilt auch für Bilder, da sie eventuell schon auf Pinterest gepinnt wurden. Du kannst mit https://www.pinterest.com/source/deineURL/ überprüfen, welche deiner Bilder bereits auf Pinterest gepinnt wurden.

Ist es dir schon einmal passiert, dass einer deiner Posts viral wurde? Wie bist du damit umgegangen und welche Tipps würdest du noch ergänzen?

2 Comments

  • Toller Artikel! Ich werde mir definitiv nochmal die meistgelesenen Artikel vornehmen und überprüfen, ob sich da was aktualisieren lässt!
    Danke für die tollen Ideen! :)

    Jolly

  • Ulrike sagt:

    Interessanter Artikel! Eines meiner Posts ging mal viral, als eine bekannte Bloggerin ihn auf Facebook teilte. Ich dachte beim ersten Blick auf die Statistik zuallererst „Och nö, nicht schon wieder Spambesuche“ :D, aber stellte sich heraus, dass wirklich so viele Leute den Artikel gelesen haben.
    Ich habe ihn dann nochmal schnell gegengecheckt, ob nicht zu viele Rechtschreibfehler enthalten sind und habe die related posts ein bisschen geändert.
    Das mit der Pinterest-URL wusste ich auch noch nicht – interessant!
    Liebe Grüße
    Ulrike

    http://oneyearofsunday.de

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